Erkelenz: Besucherzahlen belegen den großen Erfolg

Erkelenz : Besucherzahlen belegen den großen Erfolg

Ein wenig Wehmut klang mit, als der Vorsitzende des Kulturausschusses, Hatto Haak, das Pressegespräch über den diesjährigen Lambertusmarkt eröffnete.

„Ich hänge an diesem Markt”, bekannte der CDU-Ratsherr, der gemeinsam mit anderen diesem Jahrmarkt vor 29 Jahren initiierte. Beim Blick in die Vergangenheit erinnerte Haak, der zum Ende der Legislaturperiode im Herbst sein Ratsmandat aufgibt, an das Stadtjubiläum von Erkelenz 1976, als es einen Historischen Jahrmarkt gab.

Als Folge dessen wurde ein Aktionskreis unter Haaks Federführung gebildet, der sich Gedanken machte, ob nicht alljährlich ein ähnlicher Markt in der Innenstadt stattfinden könnte. „1976 haben die Erkelenzer Bürger entdeckt, dass es sich auf dem Markt gut feiern lässt”, meinte Haak.

„Darauf bauten wir auf und gestalteten 1977 den ersten Historischen Jahrmarkt mit der Firma Kulvera.” Im Laufe der Jahre entwickelte sich das Marktgeschehen weg vom rein historischen zum multikulturellen. Aus dem Historischen Jahrmarkt wurde der Lambertusmarkt, das Volksfest mit Musik, Artistik, Essen und Trinken, Trödelmarkt und historischem Teil.

In einem zweiten Schritt, der dazu beitrug, dass der Lambertusmarkt inzwischen zu einer überregionalen Attraktion im gesamten Rheinland geworden ist, fügten Haak und seine Mitstreiter den Jahrmarkt in der Innenstadt trotz aller Widerstände zusammen mit der Frühkirmes an der Burg. Zur damaligen Zeit führte die Kirmes ein wenig beachtetes Schattendasein. Nunmehr gibt es die gelungene Verbindung, ein fruchtbares Miteinander zwischen traditioneller Kirmes und dem bunten Treiben in der Innenstadt.

Für Haak heißt es mit dem diesjährigen Lambertusmarkt, der vom 10. bis 14. Juni stattfinden wird, Abschied nehmen von der aktiven Mitgestaltung. „Die Zukunft wird zeigen, wie sich der Markt weiterentwickelt. Ich wünsche mir, dass es so weitergeht wie bisher.”

Diesem Wunsch schloss sich Bürgermeister Erwin Mathissen, zum letzten Mal in seiner Eigenschaft als Bürgermeister verantwortlich für den Lambertusmarkt, gerne an. „Wir sollten das Bewährte belassen und für Verbesserungen offen sein”, schrieb er seinen Nachfolgern ins Stammbuch. Ein attraktiver Markt bringe mehr Menschen in die Stadt. „Gute Dinge solle man nicht verändern, sondern nur verbessern.”

Mit dieser Aussage erntete Mathissen selbstverständlich keinen Widerspruch bei Marita Schupp, der Chefin der Firma Kulvera, die im Auftrag der Stadt den Lambertusmarkt organisiert. „Wir arbeiten im Vorfeld an ständigen Verbesserungen”, versicherte sie. Als Indiz für einen erfolgreichen Markt könne man nur die Besucherzahlen nehmen. „Und die sind eindeutig auf unserer Seite”, sagte Marita Schupp selbstbewusst.