Mönchengladbach: Bestandsaufnahme des Untergrundes

Mönchengladbach : Bestandsaufnahme des Untergrundes

Im Großraum Mönchengladbach-Viersen-Erkelenz und im Schwalm-Nettegebiet führt der Geologische Dienst NRW bis Mitte Dezember geowissenschaftliche Bohrarbeiten durch.

Dabei werden ebenfalls Teile der Kreisgebiete Heinsberg und Neuß geologisch untersucht.

Die geowissenschaftliche Bestandsaufnahme des Untergrundes im Ballungsraum Mönchengladbach ist Teil landesweiter Untersuchungen. Die gewonnenen Daten werden ausgewertet und in die Fachinformationssysteme Geologische Karte, Ingenieurgeologische Karte, Hydrogeologische und Rohstoffgeologische Karte eingearbeitet. Sie stehen als Grundlageninformation für zukünftige Planungen zur Verfügung und geben Auskunft über den Aufbau, die Zusammensetzung, die Eigenschaften und das Verhalten des Untergrundes.

Mit dem Bohrwagen KR 5 werden die oberflächennahen geologischen Schichten erkundet. Eine spezielle Ausrüstung der Fahrzeuge erlaubt Sondierbohrungen bis zu 30 Metern Tiefe; der Durchmesser der Bohrungen beträgt aber nur fünf Zentimeter. Das ist ausreichend, um geologische Fachinformationen direkt vor Ort zu gewinnen. Nur für besondere Fragen zur Zusammensetzung werden Materialproben aus den Bohrungen in den Labors des Geologischen Dienstes analysiert.

Wenn Privatgrundstücke kurzzeitig für Sondierungen in Anspruch genommen werden sollen, werden die Eigentümer rechtzeitig informiert. Dabei wird auf privatwirtschaftliche Belange und die derzeitige Nutzung der Grundstücke Rücksicht genommen.

Der Geologische Dienst bittet die Grundeigentümer und Nutzungsberechtigten, den Mitarbeitern das Betreten der Flächen zu gestatten und sie bei der Erledigung ihrer Aufgaben im Dienste der Allgemeinheit zu unterstützen.

Der Geologische Dienst ist die zentrale geowissenschaftliche Einrichtung des Landes Nordrhein-Westfalen. Er stellt planungsrelevante Unterlagen bezüglich Schutz und Nutzung von Boden, Grundwasser, Baugrund, geothermischer Energie und Rohstoffen bereit und ermittelt Daten zur Risikovorsorge bei Gefahren, die vom Untergrund ausgehen, insbesondere von Erdbeben, Erdbrüchen, Bodenerosionen oder Hangrutschungen.

Jeder Bürger, jedes Unternehmen und alle öffentlichen Stellen können diese Daten über den Geologischen Dienst NRW, Postfach 10 07 63, 47707 Krefeld, 02151/8970 beziehen.