Kreis Heinsberg: Benefizkonzert „Kreis Heinsberg zeigt Herz“ wieder ein Erfolg

Kreis Heinsberg : Benefizkonzert „Kreis Heinsberg zeigt Herz“ wieder ein Erfolg

Wie schon die beiden vorangegangenen Auflagen 2013 und 2015 war auch das dritte Benefizkonzert unter dem Motto „Kreis Heinsberg zeigt Herz“ — vom Rotary-Club Heinsberg initiiert und mitorganisiert — wieder ein großer Erfolg.

Rund 600 Zuschauer erlebten in der Aula des Hückelhovener Gymnasiums ein begeisterndes, mehrstündiges Konzert mit den Musikerinnen von Augenblick, der Band Quod Libet sowie Beets ‘n‘ Berries mit dem Frontduo Natascha Wenrich und Norbert Winzen. Ein bemerkenswertes Konzert genießen und mit den Eintrittsgeldern ein Flüchtlingsprojekt des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes im Südsudan unterstützen: Dieses Rezept funktionierte auch diesmal wieder.

Der Präsident des Rotary-Clubs Heinsberg, Heinrich Moers, verkündete gleich zum Anfang dem Publikum, dass alleine für das ­Jesuiten-Flüchtlingsprojekt in ­Maban im Südsudan ein Betrag von deutlich mehr als 20.000 Euro gespendet werden könne. Ein weiterer Teil der Erlöse gehe an die lokale Initiative „Sprache verbindet“.

Pater Pau Vidal, Leiter des Projekts im Südsudan, war anwesend und erläuterte mit seinem Mitbruder, Direktor Pater Frido Pflüger vom Jesuiten-Flüchtlingsdienst, der als Übersetzer half, das Projekt. Im Südsudan seien Millionen Menschen auf der Flucht aufgrund eines Bürgerkrieges.

Das Projekt kümmere sich um die vertriebenen, traumatisierten Kinder und Jugendlichen, indem Schulen eingerichtet und betrieben würden, für psychologische Hilfe gesorgt und die Infrastruktur für ein würdevolles Leben aufgebaut werde. Trotz der großen Probleme seien immer wieder Lichtblicke zu finden. „Das Konzert gehört zum Licht meines Lebens. Und mit dem Konzert wird eine Brücke gebaut zwischen eurem Deutschland und meinem Sudan“, brachte Pater ­Vidal seinen Dank zum Ausdruck.

Danach folgten mehr als 20 musikalische Beiträge in den nächsten drei Stunden. Mit „I won‘t hold you back“ begannen alle Musiker zusammen, um dann im Wechsel der Gruppen jeweils drei Interpretationen von Pop-, Folk- oder Rocktiteln zu präsentieren. Helen Clever, Judith Esser, Judith und Miriam Jentgens, Laura Lindholm und Laura Ringkamp von Augenblick brachten mit ihren Beiträgen wie „Royals“ von Lorde, „Ich kenne nichts“ von Xavier Naidoo und „Happy“ von Pharell Williams das Publikum in Stimmung. Ein Abba-Medley mit bekannten Songs wie „Waterloo“ und „Mamma Mia“ begeisterte das Publikum ebenso.

Die Band Quod Libet mit Stefan Bimmermann, Barbara Jeanrond, Udo Junker, Thomas Jentgens, Rüdiger Blömer, Gaby Lindholm, Olaf Peters sowie Kathrin Jentgens und Johannes Jentgens, Mitorganisator des Konzertes, zeigten ihre Vorliebe für Irish-Folk-Titel wie „Smile in the Stars“ von Skerryvore. Oder als eines der ­Höhepunkte des Konzerts „Toccata for an old lady“, ein Stück für zwei, mit bravourösem Flötenspiel von Kathrin Jentgens und harmonisierender Gitarrenbegleitung von Udo Junker vorgetragen.

Weitere Highlights brachten ­Beets ‘n‘ Berries mit einer Parodie des Titels „Thriller“ von Michel Jackson und einer wundervollen Demonstration von bekannten auf vier Akkorden basierenden Titeln, welche gekonnt und mit viel Witz von Natascha Wenrich, Norbert Winzen und Bernd Birkmann als Potpourri vorgetragen wurden.

Furios dann auch das Ende, bei dem alle gemeinsam auf der Bühne Stücke wie „Everybody need somebody“ von den Blues Brothers oder „Viva la Vida“ von Coldplay aufspielten.

Standing Ovations für den kurzweiligen Abend waren den Musikern neben dem erlebten Spaß Dank genug.

(jwb)