Geilenkirchen: Benedetto-Rose kommt mit Verspätung

Geilenkirchen : Benedetto-Rose kommt mit Verspätung

Die Amtsführung des Cartellverbandes der katholischen deutschen Studentenverbindungen (CV), die mit Stolz seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI. unter den 33.000 Mitgliedern hat, war auf Ideensuche für ein passendes Geschenk zum 80. Geburtstag ihres Cartellbruders Ratzinger.

Davon erfuhr Cartellbruder Willi Wild, ein pensionierte Garten- und Landschaftsarchitekt aus Setterich, auf dem Stammtisch des CV-Zirkels Geilenkirchen.

Blitzschnell erinnerte er sich an eine Lions-Rose, die ihm in einem Rosenkatalog aufgefallen war. So dachte er über eine CV-Rose nach. Sein Freund und Cartellbruder Anton Sterzel wurde in die Überlegungen einbezogen und mit spontaner Begeisterung fanden beide den passenden Namensvorschlag „Benedetto-Rose”. Schnell einigten sich die CVer entsprechend der Kirchenfarben auf eine weiß blühende Rose mit einem ins Gelb übergehenden Kern.

Sortenschutz

Nun galt es, einen Züchter zu finden und den Sortenschutz zu erreichen. Evald Scholle, ein Rosenzüchter aus Lüdinghausen, erklärte, dass es zwei Jahre dauern würde, bis die Rose pflanzbar sei. Es wurde eine symbolische Übergabe der„Benedetto-Rose” vorbereitet.

Prof. Dr. Heinz Dohmen fertigte als Dombaumeister beim Bistum Essen und Hochschullehrer für Glasmalerei auf Pergament eine Schenkungsurkunde an den Hl. Vater an, die das Bildnis der Rose trägt. Während sich nun mit viel Fachkenntnis und Akribie die Stecklinge zur Strauchrose „Benedetto” entwickeln, wurde die Schenkungsurkunde bei der Audienz bei Papst Benedikt anlässlich seines 80. Geburtstages übergeben.

Cartellbruder Willi Wild stand dabei mit über 100 angereisten CVern in der ersten Reihe und erlebte, wie der Pontifex mit großer Freude das Geschenk entgegennahm. In knapp zwei Jahren wird er wieder dabei sein, wenn die Benedetto-Rose in den vatikanischen Gärten ihren Platz finden wird.