Belegschaft im Shuttle nach Wuppertal

Belegschaft im Shuttle nach Wuppertal

Erkelenz (an-o) - Der schwedische Briefumschläge-Hersteller BONG gibt den Standort Erkelenz auf und verlagert die Produktion nach Wuppertal. Betroffen sind 82 Mitarbeiter. Sie erfuhren am Montag von der Entscheidung der Firmenleitung.

Betriebsratsvorsitzender Ingo Malzahn betonte gestern gegenüber den "Nachrichten", man sei von der Entscheidung des Managements, das Werk in Erkelenz, umgehend zu schließen, überrascht worden. Molzahn: "Ein ganzes Werk zu schließen, das ist schon deftig. Die schlimme Nachricht aus Schweden hat die Erkelenzer Belegschaft natürlich geschockt. "

Wesentlicher Schritt

Den in Erkelenz tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bietet die BONG-Geschäftsführung eine Weiterbeschäftigung am Standort Wuppertal an. Geschäftsführer Michael Nielsen: "Der bevorstehende Umzug der gesamten Leistungskapazität des Erkelenzer Werkes in unsere Wuppertaler Deutschland-Zentrale ist ein wesentlicher Schritt, um die bereits heute erreichte herausragende Marktposition und Marktbedeutung unseres Unternehmens als führender Hersteller von Briefumschlägen zu sichern und nachhaltig auszubauen."

Die betrieblichen Perspektiven der Erkelenzer Mitarbeiter im "hochleistungsfähigen Wuppertaler Werk" würden in "persönlichen Gesprächen individuell erörtert". Der im schwedischen BONG-Konzern praktizierten Unternehmenskultur entsprechend, bemühe sich BONG Deutschland GmbH "ganz entschieden um eine faire, partnerschaftliche, harmonische Übereinkunft mit der Belegschaft". So bietet man den Mitarbeitern einen Shuttle-Transfer Erkelenz/Wuppertal/Erkelenz sowie eine Anpassung an die generell günstigeren Wuppertaler Arbeitsbedingungen an.

Betriebsratsvorsitzender Ingo Molzahn hofft zwar, dass möglichst alle "Erkelenzer" das Angebot annehmen werden, im Hinterkopf quält ihn allerdings die Sorge, dass Wuppertaler Mitarbeiter dann ihren Arbeitsplatz verlieren könnten.

Dem Vernehmen nach hat BONG Erkelenz in letzter Zeit Verluste in Millionenhöhe eingefahren. Die Firmengebäude an der Koepestraße sollen verkauft oder vermietet werden.