Heinsberg-Randerath: Beim „Karneval der Tiere“ tanzt die Schildkröte mit dem Känguruh

Heinsberg-Randerath : Beim „Karneval der Tiere“ tanzt die Schildkröte mit dem Känguruh

Gebannt erwartete eine stattliche Anzahl „Randerather Kinder“ in der evangelischen Kirche den Tanz der legendären Elefantendame und all der anderen Tiere, denen der Komponist Camille Saint-Saëns in seinem herrlichen „Karneval der Tiere“ ein musikalisches Denkmal gesetzt hat.

Lisa Klingenburg (Querflöte), Lisa Mersmann (Cello) und Florian Koltun (Klavier) zeigten mit szenischen Ideen eine abwechslungsreiche Mitmachshow für Groß und Klein. Musikalisch war das eine ganz große Vorführung. Brillante Klavierläufe, technisch perfekt, wundervolle Cello-Töne, voller Klangkraft und ein federndes, beschwingtes Flöten-Spiel machten dem Zuhörer das „tierische Karnevalstreffen“ in eindrucksvoller Weise hörbar. Als versierte Sprecherin führte Lisa Klingenburg mit interessanten Texten kurzweilig und informativ durch die einzelnen Sätze der Karnevalsmusiken.

Tiere aus allen Teilen der Welt versammeln sich, um gemeinsam ein rauschendes Fest zu feiern. Im Anschluss an den imposanten Einmarsch des Löwen wechseln sich das Gegacker und Krähen der Hühner und Hähne, mit dem Stampfen der Elefanten ab. Während flinke Gazellen sich mit perlenden Klavierläufen ankündigen, begleitet das Cello den schwerfälligen Schildkrötentanz. Auf hüpfende Kängurus folgt das beruhigende Stimmungsbild eines Aquariums, bevor Klavier und Flöte beschwingte Esel und Vögel skizzieren. Ein majestätisch gleitender Schwan stand Pate für das letzte Stimmungsbild vor dem großen Finale. In einem donnernden Galopp traten schließlich alle Tiere gemeinsam auf. Wer genau hingehört hatte, konnte jedes Einzelthema noch einmal erkennen.

Camille Saint-Saëns hat vor 150 Jahren in Frankreich gelebt und war eines der größten Wunderkinder der Musikgeschichte. Vor seinem dritten Geburtstag konnte er bereits schon lesen und schreiben, im Alter von drei Jahren begann er zu komponieren und mit fünf Jahren trat er als Pianist auf. Studien in Latein, Griechisch, Mathematik und Astronomie begann er im Alter von sechs Jahren.

Er hatte ein phänomenales Gedächtnis, nie vergaß er ein Musikstück, das er mal gehört hatte oder ein Buch, das er gelesen hatte. Wenn er ein Konzert gab, spielte er alle Musikstücke auswendig.

Sein wohl bekanntestes Werk für Kinder, den „Karneval der Tiere“, schrieb er für eine Karnevalsfeier unter Freunden.