Hückelhoven: Beim Essen Kontakte zwischen den Kulturen knüpfen

Hückelhoven : Beim Essen Kontakte zwischen den Kulturen knüpfen

„Haben Sie den Kuchen selber gebacken? Ich hätte unglaublich gern das Rezept dazu”, so tauschten sich muslimische Frauen mit ihren Lehrlingen beim Essen in der Frauen-Moschee in der Ludivicistraße aus.

Die Mädchen- und Frauenbeauftragte der Moscheegemeinde des Verbandes der Islamischen Kulturzentren, Meral Kalayci, veranstaltet nun schon drei Jahre in Folge durch die Volkshochschule Kochkurse für Frauen und Mädchen, die Interesse an der türkischen Küche haben. Die Küchenchefinnen der Moschee und einige freiwillige Helferinnen zeigten, wie typisch türkische Gerichte zubereitet werden. Als Dankeschön brachten einige Frauen selbst gebackene Kuchen mit, die bei den Musliminnen sehr gut ankamen.

Im Mittelpunkt standen aber die vorbereiteten Rezepte von Meral Kalayci. Da gab es Serme Brot, Spinat mit Ei überbacken, Gries Helva mit Mozzarella und Sarma, gefüllte Blätter. Insgesamt gingen die Frauen trotz verschiedener kultureller und religiöser Hintergründe sehr offen und locker miteinander um.

Eine solche Stimmung ist es, die Meral Kalayci in der Gruppe muslimischer Frauen und ihren Kochschülerinnen schaffen wollte. „Die Frauen von außerhalb sollen ja merken, dass wir auch nur ganz normale Frauen sind.” Und weil jeder Mensch einmal Hunger bekomme, seien die Themen Essen und Kochen ein guter Ansatzpunkt, um Kontakte zu knüpfen.