Erkelenz: Bei Tour zur Mosel ein Bikini im Riesenkoffer

Erkelenz : Bei Tour zur Mosel ein Bikini im Riesenkoffer

Herbert Hahn sitzt im Gemeinschaftsraum des Johanniter-Stifts Erkelenz und lacht über das ganze Gesicht. Gerne erinnert er sich beim Nachtreffen an die vergnügliche einwöchige Reise nach Kordel im Kylltal bei Trier.

Als Rollstuhlfahrer konnte er zum ersten Mal gemeinsam mit sieben weiteren Bewohnern teilnehmen, da das Johanniter-Stift nun einen brandneuen Behindertenbus besitzt, den der Förderkreis des Stifts angeschafft hat. Während sechs andere Bewohner Platz im alten Bus nahmen, fuhr er gemeinsam mit einer Bewohnerin in dem behindertengerechten Transporter nach Kordel.

Es wurde eine vergnügliche Fahrt, weil Andrea Eurich vom Sozialen Dienst am Steuer saß und lauthals Lieder sang. Sie hatte schon beim Start für viel Spaß gesorgt, schleppte sie doch einen überdimensionalen Koffer an. Denn Andrea Eurich wollte sich für jede Wetterlage rüsten. Sogar ein Bikini steckte in dem monströsen „Ding”, das kaum noch in den Bus passte.

„Ich habe schon alles erlebt. Aber bisher hat noch niemand auf den zwölf Fahrten einen Bikini mitgenommen”, sagt lachend Leiterin Astrid Hadick, die sich genau wie die Bewohner das Nachtreffen mit der Begutachtung von rund 400 Reisefotos nicht entgehen lassen wollte. Wer den Schaden hat, der braucht bekanntlich nicht für den Spott zu sorgen. Dass dann im Verlauf der Woche ein Kofferlied gedichtet wurde und sämtliche Volkslieder entsprechend umgetextet wurden, gehört zu den besonders schönen Erinnerungen der Bewohner.