Wegberg: Bei Anmeldung Katholiken nicht länger bevorzugen

Wegberg : Bei Anmeldung Katholiken nicht länger bevorzugen

Da die Katholische Grundschule (KG) Beeck eine Bekenntnisschule ist, wird - bei zu vielen Anmeldungen - Katholiken der Vorrang gegenüber Protestanten oder Nicht-Gläubigen gegeben.

Im Einzelfall kann dies bedeuten, dass ein evangelischer I-Dötz, der direkt neben der KG Beeck wohnt, einen längeren Schulweg auf sich nehmen muss, weil die Schule ihn nicht aufnimmt. Einige Eltern wollen diesen Zustand nun ändern. Bis Februar sollen möglichst 20 Prozent der Eltern bis zum 1. Februar einen Antrag auf Umwandlung der Einrichtung in eine Gemeinschaftgrundschule stellen.

Grundschule bekäme neues Einzugsgebiet

Damit wäre das Problem nämlich gelöst, denn dann würde sich das Einzugsgebiet mit dem der alten Pfarre Beeck decken: vom Innenringbereich bis zum Grüngürtel, dessen Verlängerung bis zum Grenzlandring, Holtum, Moorshoven, Kipshoven, Schönhausen, Ellinghoven, Gripekoven, Felderhof und Bissen bei Beeck. Familien, die außerhalb dieser Grenze wohnen, hätten allerdings bei Übersteigung der Kapazitäten kein Recht mehr darauf, ihr Kind in diese Grundschule zu schicken.

Mit einer Ausnahme: Ein Geschwisterkind ist bereits angenommen. „In meinen Augen hätte die Umwandlung nur Vorteile”, beurteilt Elternpflegschaftsvorsitzende Frauke Dennig-Schmitz das Vorhaben. Deswegen ist für Dienstag, 12. November, auch eine Elternversammlung geplant, „in der wir das Procedere noch einmal darlegen werden”.

Bei Abstimmung müssten Zweidrittel dafür sein

Wie das Einleitungsverfahren enden werde, könne Dennig-Schmitz überhaupt nicht einschätzen. Und sowieso sei das ganze Verfahren vorbehaltlich einer Zustimmung des Rates. Etwas optimistischer als vor zwei Jahren - damals war der gleiche Antrag mangels Interesse der Eltern gescheitert - stimmt sie die jetzt vorliegende, schriftliche Äußerung der Verwaltung bezüglich des Einzugsbereiches.

Selbst wenn ein Fünftel der Eltern dem Verfahren zustimmen, ist nichts entschieden. Dann muss die Verwaltung erst einmal die Korrektheit der Stimmen prüfen (es darf nur stimmen, wer ein Kind auf dieser Schule hat) und ein Abstimmungsverfahren durchführen. Zweidrittel der Eltern müssten sich erneut für eine Umwandlung entscheiden.