Schwanenberg: Begeisterung für einen Musical-Klassiker

Schwanenberg : Begeisterung für einen Musical-Klassiker

Ein Musical der Spitzenklasse gab es am Sonntag in Schwanenberg zu sehen: „Joseph and the amazing technicolor dreamcoat”, aufgeführt von der Gruppe „Spell 88”, sorgte für wahre Begeisterungsstürme.

Tanz- und Musikeinlagen nach dem Original von Andrew Lloyd Webber entführten das Publikum in die Vergangenheit und vermittelten gleichzeitig ein Stück Bibelgeschichte.

Eine Aufführung mit allem Drum und Dran

Etwa 50 junge Leute waren an der Aufführung beteiligt. Eine Band mit zehn Instrumenten begleitete die Sänger und Schauspieler. Auch Ton- und Lichttechnik, Requisite, Programmheft, Bühnenbild, Chor, Regie sowie die Internetpräsentation beruhen auf der eigenständigen Arbeit der Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Trotz einer gängigen deutschen Fassung hatte sich die Gruppe entschieden, alle Lieder in Englisch zu singen. „In Deutsch hört es sich einfach nicht an”, erklärte Martin Ribbe, der für die Leitung zuständig war. „Die Emotionen kämen gar nicht rüber.”

Doch auch diejenigen, die nicht der englischen Sprache mächtig waren, kamen auf ihre Kosten. Alle Liedinhalte wurden in deutschsprachigen Dialogen noch einmal wiedergegeben. Und die Tanzeinlagen allein waren schon der Aufmerksamkeit wert.

„Wichtig ist natürlich neben der künstlerischen Darstellung auch der inhaltliche Aspekt. Alle Musicals die wir bisher aufgeführt haben, hatten einen biblischen Kontext”, berichtete Ribbe.

Angefangen hatte alles mit einem eher schlichten Jugendchor der Kirchengemeinde Cronenberg aus Wuppertal. Mittlerweile treten die Akteure mit ihrem Musical zehnmal im Jahr auf, zuzüglich anderer Aufführungen und Konzerte.

Vier Mal in der Woche geprobt

Die Musicalproduktion brauchte fast neun Monate Probezeit. Vier Mal wöchentlich trafen sich die jungen Leute in den verschiedenen Gruppen, um Tanz, Musik und Schauspiel zu üben.

Alle Teilnehmer zeigten großes Engagement. „Wir sind ein richtig tolles Team, das sehr gut zusammenhält”, freute sich Ribbe und lächelte angesichts des Erfolgs der Veranstaltung.