Beeindruckt von der Angebotsvielfalt

Beeindruckt von der Angebotsvielfalt

Erkelenz (an-o) - Die Begeisterung stand ihm ins Gesicht geschrieben. Regierungspräsident Jürgen Roters besuchte am Donnerstag Vormittag das Berufskolleg Erkelenz, unterhielt sich dort mit Lehren und Schülern und war danach "fasziniert von der Vielfalt der schulischen Angebote".

Das in der Trägerschaft des Kreises Heinsberg befindliche Berufskolleg, an dem 2165 Schülerinnen und Schüler in 121 Klassen von 90 Lehrkräften unterrichtet werden, war die erste Einrichtung dieser Art, die der Regierungspräsident seit seinem Amtsantritt besuchte. Er wolle damit, so Roters nach seinem Gespräch mit der Schulleitung und seinem Besuch in Klassen und Werkstätten dokumentieren, dass die Berufskollegs für ihn den gleichen Stellenwert besitzen wie die übrigen Schulformen. In dem Erkelenzer Kolleg werde sowohl im theoretischen wie im praktischen Bereich ausgezeichnete Arbeit geleistet. Beeindruckt war er vom Beratungskonzept für Schüler mit sozialen Problemen.

Zehn Lehrkräfte fehlen

Eingangs eines Pressegespräches, an dem auch Landrat Karl Gruber und Bürgermeister Erwin Mathissen teilnahmen, betonte Schulleiter Paul-Günther Threin, der Besuch des Präsidenten sei ein Vergnügen. Später verschwieg er seinem Gast nicht, dass an seiner Schule zehn Lehrkräfte fehlen. Roters versprach, für Abhilfe zu sorgen, machte aber keine feste Zeitzusage. Sozusagen als Soforthilfe kündigte er allerdings an, er werde sich dafür stark machen, dass eine "Seiteneinsteigerin" als Lehrerin eingestellt werden kann.

Gunst der Stunde

Karl Gruber nutzte die Gunst der Stunde, Roters daran zu erinnern, dass der Kreis für die Erweiterung der Berufskollegs in Erkelenz und Geilenkirchen sowie der Rurtalschule in Oberbruch "noch 20 Millionen Euro vor der Brust hat". Erwin Matthissen betonte, die Stadt Erkelenz werde ihrem Ruf als Schulstadt gerecht und erweitere derzeit das Cusanus-Gymnasium um 24 Klassenräume.