Erkelenz: Bauverein investiert Millionen in Immobilien

Erkelenz : Bauverein investiert Millionen in Immobilien

Viel Geld steckt der Gemeinnützige Bauverein Erkelenz in seine Immobilien.

Dies wurde bei der gut besuchten Jahreshauptversammlung in der Leonhardskapelle in den Berichten des Geschäftsführers Norbert Schnitzler deutlich.

Dabei geht es nicht nur um Sanierung und Substanzerhaltung des Bestandes von 62 eigenen und fünf fremden Häusern mit insgesamt 243 Wohnungen und acht Gewerbeeinheiten, sondern auch um Investitionen in neue Projekte. Die Stadt Erkelenz hat dem Bauverein Grundstücke im Neubaugebiet Oerather Mühlenfeld angeboten.

Derzeit wird geprüft, ob dort der Bau von Mietwohnungen realisiert werden kann. Einen Schritt weiter ist der Bauverein am Lambertusweg. Dort hat er zwei Grundstücke mit einer Gesamtfläche von 500 Quadratmeter erworben. Im Frühjahr 2003 wird mit der konkreten Planung für diese Fläche begonnen.

Ohnehin hat der Bauverein auf seinen Wohnungsbestand am Lambertusweg das Hauptaugenmerk gelegt. Dort wurden bereits etliche Häuser im Bereich der Nummern 1 bis 37 mit einer Wärmedämmung versehen. Im Frühjahr 2003 werden die letzten beiden Häuser entsprechend saniert.

Die Gesamtkosten für die sieben Häuser belaufen sich auf rund 895 000 Euro, von denen der Bauverein 275 000 Euro durch Eigenmittel finanziert. Parallel dazu beginnen die Planungen für die Sanierung auf der anderen Straßenseite des Lambertusweges. Aber auch an der Goswinstraße geizt der Bauverein nicht mit Investitionen bei seinen Häusern. So werden dort zwei Objekte mit einem Aufwand von 130 000 Euro saniert.

Trotz der anstehenden Investitionen ruht der Bauverein auf einem soliden finanziellen Fundament, wozu auch die fast durchgängige Vermietung der Wohnungen beiträgt. Gerade einmal bei zwei Objekten gab es im letzten Jahr einen geringfügigen Leerstand.

Das langfristig zur Verfügung stehende Eigenkapital der Genossenschaft belief sich Ende 2001 auf 2,2 Millionen Euro und stieg damit leicht an. Die Eigenkapitalquote kletterte dadurch auf 27,8 Prozent.

Da dem Bauverein auch eine ordnungsgemäße Durchführung seiner Geschäfte von einem Wirtschaftsprüfungsinstitut bescheinigt wurde, sah die Versammlung keinen Grund, Vorstand und Aufsichtsrat die Entlastung zu verweigern.

Interesse bei den 293 Genossenschaftsmitgliedern, die größtenteils auch Mieter sind, erweckte verständlicherweise die Mietentwicklung.

Bisher konnte die Genossenschaft auf eine allgemeine Erhöhung der Mieten verzichten. Im Jahr 2002 ist sowohl bei den frei finanzierten als auch öffentlich geförderten Wohnungen mit Mieterhöhungen durch gestiegene Kosten in der Verwaltung und bei der Instandsetzung zu rechnen.

So soll es ab Januar 2003 im frei finanzierten Wohnungsbau eine moderate Mieterhöhung geben, nachdem es bereits Anfang dieses Jahres eine leichte Erhöhung bei den mit öffentlichen Mitteln geförderten Mietwohnungen gegeben hat.