Erkelenz: Baum des Friedens wächst im Schulgarten

Erkelenz : Baum des Friedens wächst im Schulgarten

Es war schon ein sehr bedeutungsvoller Moment, als etliche Schüler des Cusanus-Gymnasiums in Erkelenz unter der Leitung von Winfried Katthagen (Erdkunde- und Biologie-Lehrer), Hans-Wilhelm Cuber (Erdkunde- und Chemie-Lehrer) sowie Schulleiter Michael Bierbach anlässlich des UN-Weltfriedenstages am Dienstag einen Baum im schuleigenen Garten pflanzten.

Um Punkt 12 Uhr Ortszeit machten sich die Schüler bei stürmischem Wind an die Arbeit. Beobachtet wurden sie dabei unter anderem auch von einigen Anwohnern des Hermann-Josef-Altenheims, die in unmittelbarer Nachbarschaft zu Schule und Schulgarten leben.

Mit dieser Aktion beteiligte sich das Cusanus an einer weltweiten Baumpflanzaktion von fast 150 teilnehmenden Schulen vieler Länder mitverfolgt wird, wie Bierbach erklärte. Jeweils gegen 12 Uhr pflanzten Schüler weltweit Bäume.

Die Idee des Friedens zwischen Ländern und Völkern zu Fördern ist eine Intention dieses Projektes. „Die gepflanzten Bäume symbolisieren, wie wichtig hierbei auch der Umgang mit unserer Umwelt und deren Schutz ist und dass dies internationale Zusammenarbeit, Toleranz und friedvolles Miteinander erfordert”, sagte Bierbach.

Das Cusanus ist eine von drei teilnehmenden deutschen Schulen ist. Im Unterricht, in Arbeitsgemeinschaften und Projekten würden die Schüler auf die Gefährdungen unserer Umwelt, aber auch auf Möglichkeiten der Erhaltung und Pflege der Umwelt aufmerksam gemacht.

„Ich habe vor einigen Jahren mit engagierten Erkelenzern und Schülern an mehreren Stellen Teiche und Biotope für gefährdete Amphibien und Pflanzen angelegt”, so Bierbach.

So habe er die Idee von Cuber und Katthagen, gerne aufgegriffen, einen Baum zu pflanzen, den eine Baumschule freundlicherweise der Schule gestiftet hat. „Es ist ein ganz besonderer Baum, der den Namen Ginkgo biloba trägt”, betonte Bierbach.

Als vor 50 Jahren bei den Atombombenexpolsionen in Hiroshima und Nagasaki Menschen, Tiere und Pflanzen durch Verbrennungen und Verstrahlungen den Tod fanden und nichts mehr auf dem verbrannten Boden wuchs, brachte als einzige Pflanze ein Ginko, obwohl total verkohlt, im nächsten Frühjahr einen neuen, grünen Sproß hervor, der heute wieder zu einem großen Baum herangewachsen ist. Dadurch wurde er zum Symbol der Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Aus diesem Grund habe sich das Cusanus für den Ginko als Baum entschieden.

„Seit 300 Millionen Jahren gibt es diese Pflanzenart. Er ist ein echter, wenn auch altertümlicher Baum mit Wurzel, Stamm, Ästen und Laub. Der älteste Gingko in Deutschland stehe übrigens im Park von Schloss Dyck ganz in der Nähe: Er wurde 1796 gepflanzt”, sagte der Schulleiter.

Johann Wolfgang von Goethe, schrieb 1815 sogar ein Gedicht über den Ginkgo. „Denn in seinem Garten in Weimar stand ein Exemplar”, wie Bierbach, der aus Weimar stammt, berichtete.

„Ich wünsche mir persönlich, dass die Abiturienten der kommenden Jahre, so wie es bereits einmal ein Jahrgang auf dem Oberstufenhof gemacht hat, als Abschiedsgeschenk der Schule einen Baum pflanzen.”Für die nächsten zehn Jahre zumindest sei dafür Platz genug im Schulgarten des Cusanus-Gymnasiums.