Hückelhoven: Bald ganz neues Sitzgefühl in der Aula

Hückelhoven : Bald ganz neues Sitzgefühl in der Aula

Mit einigem Stolz verweisen sowohl Politiker von schwarz bis rot als auch die Verwaltungsspitze seit einiger Zeit darauf, dass Hückelhoven Schulstadt sei - oder zumindest auf dem besten Wege dahin.

Sie haben Recht, wenn man sich einmal genauer ansieht, was im Haushaltsplan 2004 allein für schulische Einrichtungen oder Baumaßnahmen vorgesehen ist. Nachdem bereits in den vergangenen Jahren jeweils eine Schule im Stadtgebiet mit einem virtuellen mobilen Klassenzimmer einschließlich Server und Notebooks ausgestattet worden ist, ist in diesem Jahr die Johann-Holzapfel-Schule in Doveren an der Reihe. Kostenpunkt: 50000 Euro.

Der Schulhof an der Mühlenbachschule in Baal muss dringend erneuert werden. Außerdem soll eine neue Zaun- und Toranlage angebracht werden, damit der Schulhof auch längere Zeit in einem ordnungsgemäßen Zustand erhalten bleibt. Kostenpunkt: 150000 Euro.

Der Baukörper 4 ist im Zuge der Totalrenovierung der Hauptschule In der Schlee fertig gestellt. Jetzt muss er neu eingerichtet werden. Da in diesem Trakt hauptsächlich Fachräume untergebracht sind, ist die Einrichtung auch ziemlich teuer. Kostenpunkt: 574000 Euro.

Die Aula des Gymnasiums ist für Hückelhoven ein wichtiger Ort des kulturellen Austauschs auch im außerschulischen Bereich, um den die Stadt von Nachbarkommunen beneidet wird. Allerdings ist es jetzt dringend erforderlich, die Lüftung, Elektrotechnik und den Brandschutz zu erneuern.

Dabei soll gleichzeitig auch das Parkett im Zuschauerraum der Aula abgeschliffen und neu versiegelt werden. Das wird 492000 Euro teuer werden, hinzu kommen noch einmal 180000 Euro für die neue Bestuhlung; summasumarum werden also fast 680000 Euro in die „gute Stube” investiert.

Das Erprobungsstufengebäude des Gymnasiums an der Martin-Luther-Straße wurde schon vor drei Jahren umgebaut. Nach den Erfahrungen, die man zwischenzeitlich gesammelt hat, ist es notwendig, einen Raum für den Pausenverkauf sowie für die Unterbringung von Pausenspielgeräten zu schaffen. Das wird rund 30000 Euro kosten.

In diesem Sommer wird mit dem Bau des Schulzentrums in Ratheim begonnen. Das Projekt wird die Stadt über die Jahre rund 13,2 Millionen Euro kostem. Das Bauvolumen ist so groß, dass die Ausschreibung für die Arbeiten EG-weit vorgeschrieben ist.

Man sieht: Hückelhoven tut was, wenn es darum geht, den wichtigsten Rohstoff, den die Stadt nach dem Ende der Kohleära nun mal hat, zu hegen, zu pflegen und zu fördern.