Kreis Düren: Aus Eifersucht zugeschlagen

Kreis Düren : Aus Eifersucht zugeschlagen

Ein Prozess wegen „falscher uneidlicher Aussage“, in dem sich eine 26-Jährige aus Jülich vor dem Dürener Amtsgericht zu verantworten hat (wir berichteten) ist zunächst geplatzt. Weil wichtige Beteiligte urlaubsbedingt verhindert sind, kann das Verfahren nicht in der vorgeschriebenen Drei-Wochen-Frist fortgesetzt werden.

Außerdem machte der getrennt lebende Ehemann der Angeklagten von seinem Recht, die Aussage zu verweigern, Gebrauch.

Die Staatsanwaltschaft wirft der jungen Frau vor, in einem Strafprozess gegen ihren Noch-Ehemann Anfang November 2014 als Zeugin nicht die Wahrheit gesagt zu haben. Bei einer Auseinandersetzung — so die damalige Aussage — soll er ihr keine Waffe, sondern eine Taschenlampe an den Kopf gehalten haben. Allerdings hatte der Ehemann in diesem Prozess gestanden, dass er sehr wohl eine Waffe benutzt habe. Um die Wahrheit bezüglich der damaligen Aussage ans Licht zu bringen, legt das Gericht einen neuen Termin fest.

Fast nebenbei gab es ein weiteres Verfahren gegen die 26-Jährige, bei dem es um eine handfeste Auseinandersetzung auf einem Parkplatz in Aldenhoven ging. Dort war die 26-Jährige am 31. Januar vermutlich aus Eifersucht mit einer 33-jährigen Frau aneinander geraten. Neben Beschimpfungen setzte es zumindest zwei Schläge, die die jüngere der beiden Frauen ihrer Kontrahentin verpasste. Zudem trat die Angeklagte, wie Zeugen bestätigten, mehrfach gegen die Beifahrerseite des Autos, in dem die 33-Jährige als Fahrerin saß.

Richterin Verena Neft verurteilte die 26-Jährige wegen Beleidigung, Körperverletzung und versuchter Sachbeschädigung zu 70 Tagessätzen à zehn Euro. Die Angeklagte hatte zu ihrer Verteidigung gesagt, sie sei Opfer gewesen und hätte sich „nur gewehrt“. Die Zeugenaussagen ergaben ein anderes Bild, hob die Richterin hervor.

(hp)