Selfkant/Sittard: Auge in Auge mit dem Alligator

Selfkant/Sittard : Auge in Auge mit dem Alligator

Auge in Auge mit einem fast zwei Meter großen Alligator: So hatte sich eine Frau ihren Zirkusbesuch wohl nicht vorgestellt.

Wie von Geisterhand gelenkt, verharrte der Alligator in seiner Haltung vor den Logenplätzen, ebenso unbeeindruckt zeigte sich die Besucherin und schaute dem Tier regelrecht in die Augen.

Insgesamt hatten Karah Khavak und seine Partnerin Halina acht große Alligatoren in der Manege, alle wurden vom Meister in Hypnoseschlaf versetzt.

Diese Nummer ist eines der Highlights im Dreiländer-Weihnachtscircus. Den Zuschauern stockte bei dieser sensationellen Vorführung fast der Atem. Das Publikum war begeistert. Beifallsstürme gab es für Karah Khavak sowie für allen anderen Artisten.

Viele Besucher kamen aus dem deutschen und niederländischen Grenzgebiet schon zur Premiere in das Zirkuszelt an der Haspelse Straat in Sittard und verließen es nach dem Finale voller Begeisterung. „Wir müssen der Gemeinde Sittard ein dickes Kompliment für die unbürokratische Zusammenarbeit machen”, so Pressesprecher Jürgen Collatz.

Geboten wird ein Programm voller Tempo und Dramatik. Mit Nervenkitzel wie beim Duo Lagroni. Beide Akrobaten sind unter der Zirkuskuppel zu Hause. Volle Konzentration und absolute Körperbeherrschung waren angesagt. Was beide in luftiger Höhe ohne Netz zeigten, war schon Klasse.

Im Grenzgebiet läuft derzeit der Kino-Hit „Herr der Ringe”. In Sittard erlebten die Zirkusbesucher die „Herrin der Ringe”. Wie eine Königin der Ringe fegte „Miss Angelika” durch die Manege. Rund 20 Hula-Hoop-Reifen ließ sie am gesamten Körper entlang tanzen. „Die Ausstrahlung von Miss Angelika hat mir besonders imponiert”, so Collatz nach der Vorführung.

Eine Klasse für sich war auch Jongleurkönig Norbert Lagron. Mit einer Leichtigkeit, wie Fußballprofi Michael Ballack mit dem Ball jongliert, nahm Lagron einen rund ein Meter großen Behälter (Durchmesser rund 15 Zentimeter), jonglierte sogar auf Stelzen.

Spanisches Temperament flammte auf bei Miguel Ferreri. Seine faszinierenden Sprünge auf dem Seil in einigen Metern Höhe sahen so kinderleicht aus, jedoch hinter dieser Artistendarbietung stand wie bei allen anderen Nummern an diesem Abend jahrelange Arbeit.

Eine Traumwelt voller Poesie präsentierten Clown Pierino und Partnerin. Das übergroße und allein spielende Akkordeon erfreute nicht nur die Kinder.

Beeindruckend auch die Schleuderbrettnummer vom Trio Ganea. Da muss jeder Handgriff sitzen, ein Fehlgriff hätte fatale Folgen. „The Argentinian Devils” brachten das Blut in Wallung und ließen die Beine zucken. Zunächst wirbelte das Quartett auf höllischen Trommeln, danach gab es für den Seiltanz fast „Standing Ovations”.

Weiter im Programm waren zwei Elefanten vom Zirkus Amar aus Frankreich. Hautnah konnten die Zuschauer erleben, wie die Dickhäuter sich bewegen. Selbst schwierige Kunststücke waren für die Riesen kein Problem.

Vor dem Finale hatten Toto Chabri & Co. ihren großen Auftritt. Die Musikclowns ließen die Lachtränen kullern. Durch das sehenswerte Programm führte mit Charme Asti Fontner. „Wir sind stolz, dass wir ein eigenes Zirkusorchester haben, denn Zirkusorchester sind mittlerweile eine Seltenheit”, freute sich der Pressesprecher. Es spielte das Orchester Tadeuz Koza auf.

Mit im Programm auch sechs junge Damen aus dem Grenzgebiet: Als „Codie Dancers” haben sie die Liebe zum Zirkus entdeckt.

Der Dreiländer-Weihnachtscircus gastiert bis 5. Januar in Sittard an der Haspelse Straat. Täglich gibt es um 15 und 19.30 Uhr Vorstellungen; sonn- und feiertags um 14 und 18 Uhr. Am 24. Dezember steht die Sondervorstellung „Wir warten aufs Christkind” um 14 Uhr an. Informationen: 0170/9040180.