Heinsberg: Auf dem Musikkarussell geht es rund

Heinsberg : Auf dem Musikkarussell geht es rund

Vier Stunden Klavierunterricht, vier Stunden Trompetenunterricht, vier Stunden Schlagzeugunterricht oder vielleicht lieber vier Stunden Üben auf der Querflöte? Kein Problem, wenn man nicht älter als acht Jahre ist und am „Musikkarussell” der Jugendmusikschule teilgenommen hat.

Seit September vergangenen Jahres haben 17 Kinder in Dreiergruppen jeweils vier Stunden verschiedene Musikinstrumente ausprobiert.

Zu den oben genannten kamen noch Geige und Gitarre hinzu. Toll für die Kinder war die Tatsache, dass sie die Instrumente zum Üben mit nach Hause nehmen konnten. „Dazu braucht man aber recht viele Instrumente und diese müssen den Bedürfnissen der kleinen Musiker angepasst sein,” so Theo Krings, Leiter der Jugendmusikschule. „Hier ist eine Trompete. Sie wurde verkleinert, indem der Trompetenhals nochmals gedreht wurde”, erklärt er.

Nuon AG sponsert die Jugendarbeit

Auf dem Schrank liegen zwei Gitarren. Eine für Erwachsene und eine für Kinder. Der Größenunterschied ist erheblich. Der Preis für die Instrumente auch. Mehrere hundert Euro kostet eine Trompete oder eine Querflöte. Bei Kontrabass oder Cello steigen die Preise gleich viel höher.

Ermöglicht wurde die Anschaffung des dazu notwendigen großen Pools mit speziellen Kinderinstrumenten durch die Unterstützung der Nuon Heinsberg AG. „Die Nuon Heinsberg AG will wichtige Jugendarbeit unterstützen. Neue Projekte und Ideen brauchen viel Förderung. Und da Eltern nicht alle Instrumente kaufen können, sehen wir dies als eine Möglichkeit, uns zu engagieren,” erklärt Heinz Strauch, Leiter Marketing und Vertrieb bei Nuon.

Und weil das Musikkarussell in der ersten „Runde” so erfolgreich war, wird es sich weiterdrehen. Strauch: „Unsere Unterstützung der Jugendmusikschule ist über mehrere Jahre angelegt.”

Seit September haben 17 Kinder die verschiedenen Instrumente ausprobiert und sicherlich so manches Ohr malträtiert. Nun mussten sich die Jungen und Mädchen entscheiden, ob und mit welchem Instrument sie weitermachen. Friederike und Caroline haben sehr gern Klavier und Querflöte gespielt.

„Weitermachen möchte ich mit dem Klavier, auch wenn ich das nicht zum Übern mit nach Hause nehmen konnte,” lacht Friederike. Und ihre Freundin Caroline stimmt ihr zu. Der kleine Mark wird auch weitermachen. „Die Querflöte hat mir am meisten Spaß gemacht.”

Pavel sprudelt förmlich über. „Ich habe alles gespielt - Geige, Gitarre und Schlagzeug. Aber weitermachen werde ich mit dem Schlagzeug!” Warum? Seine einfache und einleuchtende Antwort: „Da brauche ich nur auf die Trommel schlagen.” Seine Mutter Marion Wiebus lacht. Sie ist von dem Projekt „Musikkarussell” ganz begeistert. „Bei der musikalischen Früherziehung wussten wir nicht, welches Instrument wir nehmen sollten. So wurde uns geraten, am Musikkarussell teil zu nehmen.

Und das war die richtige Entscheidung. Wir brauchten kein teures Instrument kaufen, weil hier leihweise gespielt wurde. Und auch die Zeit am späten Nachmittag ist optimal.” Die beliebtesten Instrumente der ersten Runde sind die Querflöte und das Schlagzeug. Theo Krings: „60 Prozent der Schlagzeuger sind Mädchen. Das hat mich etwas überrascht.”

Schon jetzt zur zweiten Runde anmelden

Wer sein Kind für das nächste Musikkarussell anmelden möchte, das im September startet, kann dies bereits tun. Die Jugendmusikschule bietet 18 Plätze an. Dann gibt es auch noch einige zusätzliche Instrumente. Am Ende der Aktion sollen knapp 30 Kinderinstrumente im Pool vorhanden sein.