Erkelenz: Auch Räuber beim Lambertusmarkt

Erkelenz : Auch Räuber beim Lambertusmarkt

Auch in diesem Jahr wird es beim weit über die Kreisgrenzen hinaus beliebten Lambertusmarkt in Erkelenz wieder die gewohnte Mischung aus historisch angehauchtem Jahrmarkt, Frühkirmes, Showprogramm und viel Musik gegeben.

Allabendlich wird es dabei vom 10. bis 14. Juni einen besonderen musikalischen Leckerbissen geben. So treten an Christi Himmelfahrt, 10. Juni, de Räuber um 21.15 Uhr auf der Bühne am Alten Rathaus auf.

Nicht weniger spektakulär als das Konzert der kölschen Stimmungsband dürfte der Auftritt von Fun am Freitag, 11. Juni, um 21 Uhr sein. Die Band Women in Rock gastiert am Samstag, 12. Juni, um 20.30 Uhr, die deutsche Coverband Mr. Williams präsentiert am Sonntag, 13. Juni, Hits von Robbie Williams, und am Montag, 14. Juni, gibt es den ebenso beliebten wie spektakulären Großen Zapfenstreich mit musikalischem Vorprogramm ab 21 Uhr.

Der Kulturausschuss beschloss bei seiner Sitzung dieses Programm im Rahmen des Lambertusmarktes, für den die Stadt 17.000 Euro aufbringt. Zum Drittel ist der Betrag von Sponsoren gedeckt. Den großen Teil des Gesamtetats trägt die Firma Kulvera als Organisator des Lambertusmarktes. Ihr Beitrag belief sich im letzten Jahr auf rund 60.000 Euro.

Die innige Verbindung zwischen Stadt und Kulvera ist nicht in Jedermanns Sinne. So nahm die SPD, wie schon im Vorjahr, die Beratung zum Anlass, darüber zu diskutieren, ob die Stadt nicht besser den Markt in Eigenregie veranstalten oder einen anderen Organisator verpflichten sollte.

In einem Antrag forderte die Fraktion, das Konzept des Lambertusmarktes als Historischen Jahrmarkt zu überarbeiten und die Vergabe der Organisation zu überprüfen oder neu vorzunehmen. Unter anderem weist die SPD auf den historischen Jahrmarkt in Kornelimünster und den Flachsmarkt in Beeck hin.

Doch hielten weder Verwaltung, noch Ausschussmehrheit nichts von diesem Antrag. Zum einen sei der Lambertusmarkt im Laufe der letzten 29 Jahre als kleinen Anfängen zu einem Aushängeschild für Erkelenz geworden, zum anderen könne Kornelimünster und Beeck nicht mit Erkelenz verglichen werden. Dort müsse Eintritt bezahlt werden und gebe es keine Konzerte.

In Erkelenz hingegen würde beste Unterhaltung kostenlos angeboten. „Wir sollten das einmalige Volksfest zwischen Düsseldorf und Aachen wie bisher fortführen”, meinte der Ausschussvorsitzende Hatto Haak. Wer auf die Organisation von Kulvera verzichten wolle, würde riskieren, dass der Lambertusmarkt an Attraktivität verlöre.