Wegberg: Auch Eltern pauken noch einmal Vokabeln

Wegberg : Auch Eltern pauken noch einmal Vokabeln

Gudrun Spanier war sicher: „Wie sich mir die Gemeinschaftshauptschule vorgestellt hat, das war schon positiv.”

Gudrun Spanier ist Mutter und nutzte den „Tag der offenen Tür” am Samstag in der Wegberger Gemeinschaftshauptschule, um sich über das pädagogische Angebot zu informieren.

Noch geht ihr Sohn Mario in die vierte Klasse - jetzt steht die Suche nach einer weiterführenden Schule an.

Besonders gefallen hat Gudrun Spanier, dass Schüler Führungen durch die Hauptschule übernahmen. Auf diese Weise konnten die Besucher viele Eindrücke sammeln.

Alle Jahrgangsstufen hatten Aktionen vorbereitet, um die Schwerpunkte der Schule zu präsentierten. Dazu gehörten vor allem praktische Arbeiten in den Bereichen Technik, Kunst, Hauswirtschaft und Informatik.

„Das Profil unserer Schule ist es, zur Berufsfähigkeit zu erziehen”, betonte Schulleiter Reinhard Schreier.

Die Besucher konnten den Schülern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen - sogar bei Unterrichtsstunden in Englisch oder Erdkunde.

Näherten sich die Gäste dagegen den vier fünften Klassen der Wegberger Hauptschule, wurden sie mit rhythmischen Klängen begrüßt: Die Klassen 5 a und 5 d bauten Trommeln und zeigten sich wie Spielleute im Mittelalter.

Neuere Lieder sangen dagegen die 5 b und 5 c. Außerdem bastelten die jungen Schüler fleißig Vokabelkästchen, die das Lernen der englischen Sprache erleichtern sollen.

Den Englischunterricht der 6 c nutzten drei Eltern, um noch einmal für kurze Zeit die Schulbank zu drücken und ihre Kenntnisse aufzufrischen.

Viel Applaus bekamen die Schauspieler des Schwarzlichttheaters. Präsentiert wurden „Das Tier in mir” und der „Steuersong”. Zu der Arbeitsgemeinschaft gehören Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis 10.

„Manche Mitglieder sind schon seit der fünften Klasse dabei”, freute sich AG-Leiterin Renate Richters darüber, dass das Schwarzlichttheater Nachwuchsprobleme nicht kennt.

Bewegung war bei der Darbietung der Tanzgruppe angesagt. Ein Bauchtanz brachte gar einen Hauch von Exotik in die Schule. Eine Westernlok baute die 8 b.

Laute Schleifgeräusche ließen bereits vor dem Betreten des Werkraums erahnen, dass die Schüler eifrig bei der Sache waren. Nachdem die technische Zeichnung entziffert war, mussten viele Holzteile hergestellt und zu einer Lok zusammengefügt werden.

„Fast zweieinhalb Stunden habe ich bisher gebraucht”, berichtete ein Schüler stolz und zeigte seine fast fertige Holzarbeit. „Aber es macht Spaß.”

Nach so vielen neuen Eindrücken und Informationen brauchten die Besucher erst einmal eine kleine Stärkung. Kein Problem: Der Duft nach frisch gebackener Leckereien lockte sie in die Cafeteria, wo Schüler süße Nussecken und herzhafte Waffeln bereit hielten.