Saeffelen: Anzeige gegen Ulla Schmidt abgewiesen

Saeffelen : Anzeige gegen Ulla Schmidt abgewiesen

Die Strafanzeige, die Margarete Müller aus Saeffelen im Januar gegen Ulla Schmidt erstattet hatte, wurde jetzt abgewiesen.

Die Staatsanwaltschaft Berlin konnte mit Blick auf die Zuzahlungspflicht beim Erwerb von Medikamenten keinen Anfangsverdacht für eine Körperverletzung feststellen.

Das empfindet Margarete Müller allerdings völlig anders, sieht konkrete Anhaltspunkte für die Tat: „Die Gesundheitsreform wurde unfertig auf den Weg gebracht bis schließlich die Chronikerregel getroffen wurde. In dieser Übergangsphase ist mein Körper zu Schaden gekommen.”

Darüber hinaus sah sich die Sozialhilfeempfängerin damals nicht in der Lage, eine einmalige Medikamentenzuzahlung zu leisten

. Mit der Einstellung des Verfahrens hatte die 46-jährige Chronikerin, die unter anderem unter Asthma, Bluthochdruck und Arthrose leidet, zwar gerechnet, ist dennoch „enttäuscht und wütend.”

Enttäuscht, weil sie ihre Sorgen von den Politikern ignoriert sieht und sich nicht ernst genommen fühlt.

Wütend, weil in der Begründung der Staatsanwaltschaft unter anderem darauf hingewiesen wird, dass „es zwar nicht auszuschließen ist, dass einzelne Mitbürger auf einzelne Medikamente verzichten, um Kosten zu sparen, und diese Personen dadurch Schaden nehmen.

Dies ist jedoch eine selbstverantwortliche Entscheidung des jeweiligen Bürgers. Eine solche eigenverantwortliche Entscheidung kann den von Ihnen beschuldigten Personen unter keinem denkbaren Gesichtspunkt strafrechtlich zugerechnet werden.”

Schließlich werde mit der Auferlegung höherer Arzneimittelkosten niemandem die Inanspruchnahme medizinischer Hilfeleistung verwehrt.

Gegen diesen Bescheid wird Margarete Müller Beschwerde einlegen. Sie will sich so lange wehren und alle Möglichkeiten ausschöpfen, bis sie ernst genommen wird und sich die Politik mit ihren Sorgen richtig auseinander setzt.