Anwohner wollen Raser ausbremsen

Anwohner wollen Raser ausbremsen

Baal (an-o) - Den Anliegern der Straße "Am Königsberg" reichts: Trotz des Hinweises "30-Km-Zone" wird gerast. "Denkt an die Anwohner und ihre Kinder" mahnen sie und fordern bremsende Maßnahmen für die Raser. Mit Erfolg: Im Mai werden dort zwei Plateauaufpflasterungen angebracht.

Das beschloss der Bauausschuss in seiner Sitzung am Dienstag Abend mit den Stimmen der CDU. Die SPD stimmte dagegen. Warum, das formulierte Arnold Heinrichs so: "Diese Aufpflasterungen werden so einen Höllenlärm verursachen, dass die Anlieger aus der Kirche austreten werden."

Kompromissvorschlag

Dass es durchaus auch verschiedene Auffassungen über Sinn und Nichtsinn solcher "Maßnahmen zur Geschwindigkeitsminderung" bei den Anliegern der Straße gibt, zeigt die Befragungen, die die Verwaltung dort gemacht hat: Gegen die Plateauaufpflasterung im Bereich der Einmündungen Kielwegstraße und Brucknerstraße sprachen sich in ihrer Stellungnahme fünf von sechs Anliegern der Straße Am Königsberg aus.

Die Verwaltung hat daraufhin einen Kompromissvorschlag ausgearbeitet: Die Aufpflasterungen sollen danach nicht in den Einmündungsbereichen der beiden Straßen, sondern vor dem Haus Am Königsberg 1/2a und Am Königsberg 8 angelegt werden. "Mit dieser Lösung wird der Effekt der Geschwindigkeitsminderung durch das dritte Element "Rechts vor links" in den Einmündungsbereichen noch verstärkt", sagte Horst Minkenberg vom Straßenbauamt.

Gerd Kleinen (CDU) konnte dies nur bekräftigen und hatte gleichzeitig ein dickes Lob für die Verwaltung parat: "Mehr Mühe kann man sich nicht machen", sagte er.

Für die Anlieger der Straße ist die verkehrsberuhigende Maßnahme, die mit insgesamt 5500 Euro zu Buche schlägt, mit Kosten verbunden: Sie werden von den beitragspflichtigen Kosten (30 Prozent, gleich 1650 Euro) einen Anteil von 0,10 Euro je Quadratmeter "beitragsrelevanter Grundstücksfläche" übernehmen müssen.