StädteRegion: Angebote für junge Menschen mit Demenz entwickeln

StädteRegion : Angebote für junge Menschen mit Demenz entwickeln

In der Städteregion ziehen viele Akteure an einem Strang, um das Thema Demenz aus der Tabuzone zu holen.

„Ich erlebe, dass das Thema in der Öffentlichkeit präsenter geworden ist. Angehörige machen zunehmend die Erfahrung, wie entlastend es sein kann, ihr Umfeld über die Erkrankung zu informieren“ sagt Ursula Kreutz-Kullmann, Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft Städteregion Aachen. „Betroffene setzen sich zunehmend selber mit ihrer Krankheit auseinander und stellen Weichen, um künftig möglichst selbstbestimmt zu leben.“

Hierzu gehören auch die Menschen, die im frühen Lebensalter an Demenz erkranken. Früh betroffene Menschen mit Demenz stehen oft noch im Arbeitsleben und leben mit ihren Kindern gemeinsam in einem Haushalt. Mit ihrer besonderen Situation haben sich in den vergangenen Monaten insgesamt 90 Frauen und Männer in vier Workshops zum Thema „Hilfe zur Selbsthilfe — Empowerment bei früher Demenz“ beschäftigt. Die Workshops wurden von Dr. H. Elisabeth Philipp-Metzen geleitet und fanden in Eschweiler, Würselen, Aachen und Simmerath im Rahmen des Projektes „FrühLInk II“ statt. Das Projekt wurde von der Techniker-Kasse NRW gefördert und in Trägerschaft des Landesverbands der Alzheimer Gesellschaften NRW durchgeführt.

Netzwerk aufgebaut

Im FrühLInk-Netzwerk stand Philipp-Metzen nun noch einmal zur Verfügung, um sich mit Akteuren aus der Städteregion über die in den Workshops gewonnenen Erfahrungen auszutauschen. Neben der Alzheimer Gesellschaft waren das Alexianer Krankenhaus, die Neurologische Klinik des Universitätsklinikums Aachen, das St.-Antonius-Hospital Eschweiler, das DemenzNetz Aachen und das Amt für Altenarbeit der Städteregion vertreten. Ihre Vertreter stellten fest, dass sich die Beratungs- und Unterstützungsangebote verstärkt auf die besonderen Bedarfe dieses Personenkreises einrichten müssen. So sollen Angebote im Rahmen der diesjährigen Alzheimertage genutzt werden, um für das Thema zu sensibilisieren. Im Mittelpunkt stehe, realistische Vorstellungen von den Problemen und Lösungsmöglichkeiten der Betroffenen zu entwickeln.

Wer sich näher mit dem Thema beschäftigen möchte, dem wird der Ratgeber „Demenz im jüngeren Lebensalter“ empfohlen, den die Deutsche Alzheimer Gesellschaft veröffentlicht hat (www.deutsche-alzheimer.de). Auch das Projekt FrühLInk bietet mit der Broschüre „Demenz im mittleren Lebensalter“ und weiteren Papieren kostenlose Informationen .