Beeck: „Anfängliches Nichts” führte zur Schöpfung

Beeck : „Anfängliches Nichts” führte zur Schöpfung

Zur Vernissage mit dem belgischen Künstler Francis Méan in der Galerie Passepartout in Beeck waren zahlreiche Kunstliebhaber gekommen.

So auch Bürgermeisterin Hedwig Klein, die sich bei den Gästen für das Interesse und zahlreiches Erscheinen und vor allen Dingen beim Galeristen und Organisator dieser Ausstellung, Johannes Donner, bedankte.

Donner ist selbst Künstler und hat nicht zuletzt deswegen gute Kontakte zu renommierten Kollegen wie etwa Francis Mean.

Hedwig Klein beeindruckte die Betrachter mit ihrer verblüffenden Sachkenntnis über die Kunst und konnte auch Einiges zu den Lebensdaten des Künstlers berichten.

So ist der aus Belgien stammende Künstler 1952 in Liege geboren. Francis Mean, der hauptsächlich Radierungen und Ölgemälde schafft, studierte dort an der Ecole Supérieure des Beaux Arts St. Lue. Einen Namen erlangte er mit vielen Ausstellungen seit 1977. Weit über die Grenzen von Belgien hinaus wurde der Künstler vor allem durch seine Zyklen „Genesis”, „Hiob” und „Eden” bekannt.

Der Künstler habe sich im Wesentlichen bei seinen Werken von den Kulturen der Ägypter und Babylonier beeinflussen lassen, wusste Hedwig Klein zu berichten. Seine Werke würden immer eine Dreiteilung darstellen, meinte sie weiter.

Méan banne häufig Landschaften auf Leinwände und setze dabei immer auch Kultur und Zivilisation sowie den Menschen in ein passendes Verhältnis dazu. Der Mensch an sich sei allerdings in den Werken des Belgiers nicht leicht zu entdecken.

Nur wer sich mit dessen Werken länger auseinander setzte und genauer hinschaue, könne dieses Detail seiner Bilder erkennen. Damit mache Méan deutlich, wie klein und unbedeutend der Mensch doch im Gesamtbild der Erde sei.

Demnach läge der Schluss nicht weit, dass der Künstler mit seinen Werken Weite und Unendlichkeit darstellen wolle. Der Betrachter soll durch sein Werk erleben können, wie aus einem „anfänglichen Nichts” letztlich eine „Schöpfung entstand”, die durchaus auch ohne den Menschen auskommen könnte.

Und nicht zuletzt damit dürfte klar sein, dass für den Künstler das Alte Testament in Bezug auf seine Bilder eine wichtige Bedeutung hat. Méan scheint das Alte Testament als eine Art Herausforderung zu sehen.

„Die gewaltige Gesamtheit der Schöpfung, die sowohl das Gute wie das Böse enthält, übersteigt das Fassungsvermögen der menschlichen Vorstellungskraft”, betonte Francis Méan.

Seine Werke können noch bis zum Samstag, 2. November, in der Galerie Passepartout in Wegberg betrachtet werden. Die Öffnungszeiten der Galerie sind dienstags bis freitags jeweils von 9 bis 12.30 Uhr und von 14.30 bis 18.30 Uhr sowie samstags von 9 bis 12.30 Uhr.