Erkelenz: Altenheim wird modernisiert

Erkelenz : Altenheim wird modernisiert

Im Hermann-Josef-Altenheim wird es demnächst ungemütlich. Die Bewohner, die Leitung und die Stiftung freuen sich jedoch darauf, dass nun etwas geschieht. Nach anderthalbjähriger Planungsphase und Abstimmungen mit dem Landschaftsverband sowie der Heimaufsicht des Kreises kann das Heim aus dem Jahr 1975 völlig umgebaut und modernisiert werden.

Die Maßnahme wird voraussichtlich bis Sommer 2013 dauern, ausführender Architekt ist Dr. Rüdiger Schmitz. Im Rahmen eines Pressegesprächs wurde die Planung vor Ort im Altenheim vorgestellt.

Die Bewohner freuen sich auf den Umbau, auch wenn er mit Umzügen innerhalb des Hauses von einem Zimmer ins nächste verbunden sein wird. Die Beiratsmitglieder Elisabeth Küsters und Helmut Lerps betonten, dass die Bewohner während des gesamten Planungsprozesses einbezogen worden seien. „Die Pläne kommen gut an”, erklärte Lerps. „Wir haben hier bisher schon gut gelebt, aber jetzt wird es noch besser.”

Dafür wird das gesamte Haus umgebaut, wie Leiterin Ursula Hönigs erläuterte. Über dem Speisesaal soll ein Stockwerk aufgesetzt werden, in dem neun neue Zimmer entstehen. Die werden auch nötig sein, denn die Bewohner werden im Laufe der 18-monatigen Baumaßnahme ihre Zimmer wechseln müssen.

„Ohne kleine Beeinträchtigungen geht es nicht”, betonte auch Verwaltungsdirektor Wolfgang Salz. Dafür werde sich das Ergebnis am Ende sehen lassen können. 84 Einzelzimmer und sechs Doppelzimmer werden den rund 90 Bewohnern dann zur Verfügung stehen. Die Doppelzimmer haben fast 50 Quadratmeter, die Einzelzimmer 25. Ein behinderten gerechtes Bad und ein kleiner Flur gehören dann zum Standard. Begonnen wird mit dem Anbau eines weiteren Aufzugs, der groß genug ist für Rollstühle und Rollatoren. Dann wird innen zu Werke gegangen. Ziel sei es, die Atmosphäre des Hauses zu erhalten und es gleichzeitig den heutigen Erfordernissen anzupassen, sagte Salz.

Dafür nimmt die Stiftung rund 3,9 Millionen Euro in die Hand. „Die Diskussion hat nur wenige Minuten gedauert”, erinnerte sich Peter Jansen, der als Bürgermeister auch Mitglied des Kuratiriums der Hermann-Josef-Stiftung ist.

„Ziel ist eine weitere Steigerung der Qualität des Gesamtangebotes”, betonte er. Nach dem Umbau wird ausreichend Platz für 96 Bewohner sein. Dass es beim Bau auch mit rechten Dingen zugeht, dafür sei gesorgt. „Hier herrscht verstärkte Bauaufsicht durch die Bewohner”, erklärte Hönigs.