Erkelenz-Granterath: Alte Treckern lassen Herzen höher schlagen

Erkelenz-Granterath : Alte Treckern lassen Herzen höher schlagen

Da dürften die Herzen von Oldtimerfans, hier speziell der Treckerfans, wieder höher geschlagen sein, beim vierten Frühjahrs-Treckertreff des Turnvereins 1910 Granterath.

Rund 140 Schmuckstücke gab es rund um die Mehrzweckhalle zu bewundern. Organisator Karl Mones, der zwei seiner Altertümchen, einen Hanomag R16 und R 19 mitgebracht hatte, war über die enorme Resonanz bei Teilnehmernund Gästen, sichtlich zufrieden und bedankte sich sogar beim Wettergott:„Der muss auch ein Treckerfan sein.”

Recht hatte er. Denn trotz der eher verhaltenen Wettervorhersagen strahlte die Sonne in Granterath ohne Unterlass.

Ein besonderes Schätzchen hatte Erich Kehren aus Kaulhausen mitgebracht. Sein Lanz Bulldog von 1951, den er seit knapp sieben Jahren besitzt, sieht eher wie ein schmuckes Auto, als wie ein Trecker aus.

An seinem Lanz habe er sechs Jahre, rund 2500 Stunden gebastelt, um das Prachtstück„bis zur Wurzel”, bis zum kleinsten I-Tüpfelchen zu restaurieren, schwärmte auch Mones in den höchsten Tönen: „Damit zu fahren ist einfach genial, da kann Schumi seinen Ferrari wegschmeißen.”

Den wertvollsten Schlepper beim Granterather Treckertreff würde Inhaber Erich Kehren unter 50.000 Euro nicht weggeben, so sehr hänge er an dem Stück, in das er viel Herzblut gesteckt hat. Und auch bei den Besuchern kam das Prachtexemplar gut an.

Ein seltenes Exemplar war der französische Vierzon von 1947. Dieser gigantisch große Oldtimer gehört Friedel Stepp aus Heinsberg. Die weiteste Anreise hatte Jan Seijkens aus Reuver, Niederlande. Mit seinem Diesel brauchte er knapp drei Stunden bis Granterath, so der stolze Treckerbesitzer.

Es gab aber nicht nur viel zu sehen beim Treckertreff in Granterath, wie etliche Lanz Bulldogs, Hanomags, Güldner, Deutz, Fahr, Fendt, Eicher oder etwa Porsche, um die bekanntesten Hersteller zu nennen, sondern auch die sehr beliebten Rundfahrten zu genießen.

Dass es nichts Schöneres gibt, wusste Karl Mones aus eigener Erfahrung zu berichten. Einen besonderen Dank richtete er den Bezirksbeamten Werner Höfer, der seine Freizeit für den Treckertreff geopferte habe, aber auch an die vielen ehrenamtlichen Helfer, die den Treckertreff jedes Jahr mit Leben erfüllen würden.

So konnte Dank vieler Sachspenden erneut eine große Tombola mit attraktiven Preisen im Wert von etwa 6000 Euro durchgeführt werden. In der Cafeteria gab es erneut zahlreiche Köstlichkeiten, ebenfalls alles gestiftet.

Der Erlös der Veranstaltung kommt wie in jedem Jahr der Kinderkrebshilfe zu Gute.

Auch der vierte Frühjahrs-Treckertreff in Granterath war ein voller Erfolg war. Auf den nächsten dürfen sich die Treckerfreunde bereits jetzt freuen.