"Alles auf Rezept" - sogar die Lachsalven

"Alles auf Rezept" - sogar die Lachsalven

Wegberg (an-o) - Lachen, bis der Arzt kommt: Mit der Vorpremiere seines brandneuen Programms "Alles auf Rezept" gastierte das Bonner Improvisationstheater "Springmaus" auf Einladung der Anton-Heinen-Volkshochschule im ausverkauften Maximilian-Kolbe-Gymnasium.

Das hingerissene Wegberger Publikum diente als Versuchspersonen für das neue "Gesundheitsprogramm" der unnachahmlichen Springmäuse, diesmal vertreten durch Marion Radtke, Norbert Frieling, Gilly Alfeo und den fernsehbekannten Bernhard Hoecker. Mit der bewährten, ausgewogenen Mixtur aus Sketchen und genialer Improvisation machte das Ensemble von Anfang an klar: "FürÕs Lachen braucht man kein Rezept!"

Von der traditionellen Operation bis zur klassischen Wunderheilung war das ganze Spektrum der Medizin vertreten. Eine Weisheitszahnentfernung als schwere Geburt, der Strychnineinkauf in der Apotheke mit dem Foto des Ehemannes als Rezept für Gattenmord und das "Vaterunser der Krankenkassen" zeigten mit umwerfender Komik alle Aspekte der menschlichen Existenz. "Blinddarm Alaaf" hieß es bei der Live-Operation einer Kölner Karnevals-Koryphäe, und Bernhard Hoecker durfte "Gürtelrosen aus Athen" schmettern.

Höhepunkte eines jeden Springmaus-Auftrittes sind natürlich die Improvisationen. Auf Publikumszuruf werden Interviews rückwärts abgespult, Sketche im Zweikanalton gespielt oder eine Ode an die Stadt Wegberg geträllert. Ein prominenter Zeitgenosse, ein altes Hausmittel, ein typischer Arztspruch und ein Slogan aus der Pharmawerbung werden mal einfach so zu einem a-capella-Song zusammengerührt.

Bewährtes Musical

Abgerundet wurde der Abend mit dem bewährten Musical, zu dem diesmal das Leben eines Publikumspaares mit dem Ehemotto "Schlimmer gehtÕs immer" verbraten wurde.

Zum Schluß gab es vom begeisterten Publikum Riesenbeifall für die aktive "Gesundheitsvorsorge" des Bonner Ensembles.