Hückelhoven: Abiturienten beweisen sehr viel Scharfsinn

Hückelhoven : Abiturienten beweisen sehr viel Scharfsinn

„So eine Schule ist wie ein Organismus: Man steckt oben etwa rein und verdaut und verdaut und verdaut.” Der heikle Vergleich ließ eine bitterböse Pointe erahnen, vor allem angesichts der Anschlussfrage: „Und was kommt unten raus?”

Ja was wohl? Energie selbstverständlich, so die einwandfreie Schlussfolgerung des filmischen Beitrags „Das Überleben in Zeiten des Zentralabiturs” bei der Abi-Entlassfeier in der gymnasialen Aula. Energie brauchten die Abiturienten zweifellos in rauen Mengen, um nach vielen Jahren des Büffelns die allgemeine Hochschulreife zu erlangen.

Verständlich, dass sich die Freude über die erlangte Qualifikation allenthalben Bahn brach. Die 126 Abiturienten - damit der größte Jahrgang in der 45-jährigen Schulgeschichte - gaben sich betont heiter. Auch an Selbstbewusstsein mangelte es ihnen nicht, wie das Abi-Motto verriet: „Tabiasco - Auch die Schärfsten müssen mal gehen!”

Schulleiter Walter Woltery ordnete die künftigen Anforderungen an die Schulabgänger in das Weltgefüge ein: Die Menschheit brauche völlig neue Methoden globaler Forschung und Steuerung, um auf der Erde zu überleben. „Ihr seid dazu aufgerufen, euch dem zu stellen und die globalen Probleme unseres Planten in den Griff zu bekommen”, sagte Woltery. „Ihr habt die beste Schulbildung, die unser System zu bieten habt und gehört damit zur Elite.”

Außerdem wies er auf das „besondere Gütesiegel” des Zentralabiturs hin. „Machen Sie was daraus”, empfahl Bürgermeister Bernd Jansen, der die Gratulationen von Rat und Verwaltung überbrachte.