Erkelenz-Holzweiler: „Abgespeckter” Zug rollt prima

Erkelenz-Holzweiler : „Abgespeckter” Zug rollt prima

Auch bei den Holzweiler Jecken war am Rosenmontag Schmalhans der Küchenchef. In deutlich abgespeckter Form formierte sich der Zug an der Titzer Straße, von wo aus er sich um 11.11 Uhr bei extrem verdichteter Luftfeuchtigkeit in Bewegung setzte.

Trotzdem ließen es ich die Holzweiler Jecken und ihre Gäste nicht nehmen, den närrischen Lindwurm auf seinem Weg durch die Gemeinde anzufeuern und kräftig zu feiern.

„Wir setzen in Holzweiler auf den traditionellen Straßenkarneval”, betonte Zugleiter Oellers, der sein Amt vom kürzlich verstorbenen Lothar Heupts übernommen hatte. Die Lust am feiern lasse man sich trotzdem nicht nehmen. Mit von der Partie war auch wieder die Holzweiler Jugend, die als „Wilde Hippies der 70er” auftraten.

Die Gruppe „Deutschen Eiche” präsentierte sich als ausgelassene „Jägermeister”. In Holzweiler sind es traditionell die Fußgruppen, die den Charme des Zuges ausmachen. Allein die „Jumpies” brachten rund 40 kostümierte Jecken auf die Straße.

Die Gruppe „Echt lecker” war als wetterfeste Mariechen unterwegs, die „Unglaublichen” präsentierten sich als mobiles „Krankenhaus”, in dem auf Alkohol und Kamelle als Medizin gesetzt wurde. Trotz des Regens ließen es sich die Teilnehmer nicht nehmen, mit den am Straßenrand wartenden Jecken so manches Tänzchen zu wagen oder auf die gute Laune anzustoßen.

Dadurch geriet der Zug immer wieder ins Stocken, was der Freude der Zuschauer und Mitwirkenden jedoch keinen Abbruch tat. Die Gruppe Mülfahrt gehört zu den treuesten Teilnehmern in Holzweiler und präsentierte sich in diesem Jahre als „Fidele Käfer”. Die „Weiber von Sinnen” waren als Cowgirls unterwegs, während die Blauen Jungs den geeigneten „Wüstenprinz” suchten.

Die Borussenfreunde versprachen, „mit Blaulicht in die erste Liga” zu stürmen, während die „Holzböck” mit Blick auf den zurückliegenden Bahnstreik als „Lokomotivführer” auftraten. Unterstützt wurden der Zug und die gute Laune von den vielen Karnevalsliedern, die aus den Häusern entlang der Zugstrecke erschollen. Nach dem Zug wurde im „Saal Boss” ausgiebig weiter gefeiert.