Kreis Heinsberg: 943 Menschen im Kreis werden intensiv betreut

Kreis Heinsberg : 943 Menschen im Kreis werden intensiv betreut

Die Zusammenarbeit mit den Müttern und Vätern, Ehepartnern und Lebensgefährten sowie Freundinnen und Freunden ist wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Suchtberatung.

Bei der Vorstellung des Jahresberichtes 2006 der Suchtberatungsstellen des Kreisgesundheitsamtes am Welt-Drogen-Tag stellten Wolfgang Sommer und Horst Petrick heraus, dass zur Bewältigung von Problemen und zur Vorbeugung „alle an einem Strang ziehen müssen”.

Wolfgang Sommer, der Leiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes des Kreisgesundheitamtes, betonte, dass „nicht jeder, der legale oder illegale Drogen konsumiert, abhängig ist”. Es bestehe jedoch die Gefahr, dass die Kontrolle über das eigene Verhalten verloren gehe und eine Abhängigkeit entstehe. Immer häufiger sei eine Kombination von Alkohol- und Drogenkonsum zu verzeichnen.

Die Übergänge vom Ausprobieren sowie regelmäßigen Konsumieren bis zur Abhängigkeit seien „meist fließend und schleichend”. „Bei dem Versuch, sein Verhalten zu ändern und zu beleuchten”, so Sommer, könnten die Kontakte zu den professionellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Suchtberatungsstellen helfen.

Im Vorjahr wurden 943 Menschen intensiv betreut, weitere 156 Personen nahmen eine einmalige Beratung in Anspruch. Insgesamt kam es zu 6697 Kontakten, was sowohl als Beleg für die wachsende Akzeptanz der Beratungsstellen als auch für den offensiveren Umgang mit der Suchtkrankheit in der Gesellschaft gewertet wird.