Erkelenz: 550 Kilometer auf dem Rad ohne Pause

Erkelenz : 550 Kilometer auf dem Rad ohne Pause

Das Race Across America (RAAM) gilt als das längste und härteste Radrennen der Welt. Es führt nonstop über knapp 5000 Kilometer quer durch die Vereinigten Staaten von San Diego nach Atlantie City.

In diesem Jahr mit dabei sind Fleischermeister Karl-Heinz Esser und Dipl.-Ing. Adolf W. Sommer aus Erkelenz, Prof. Dr. med. Jürgen Reul aus Bonn und Manager Georg Holzner aus Erlangen, die sich schon seit Monaten intensiv auf diese Tour vorbereiten, zum Beispiel auch im Trainingslager auf Mallorca zusammen mit Extremsportler Joey Kelly.

Jedes Jahr versuchen weltweit rund 50 sehr entschlossene Extremsportler, diese Herausforderung zu bestehen. In cirka neun bis 13 Tagen und durchschnittlich nur 90 Minuten Schlaf pro Tag sind neben der Längendistanz rund 30 000 Höhenmeter und eine Temperaturdifferenz von bis zu 50 Grad Celsius zwischen Wüstenklima und Rocky Mountains zu überwinden.

Täglich verbraucht jeder Fahrer bis zu 14000 Kalorien und bis zu 30 Liter Flüssigkeit. Neben der physischen Verfassung der Sportler werden vor allem Wind und Wetter gewichtige Einflussfaktoren sein.

Nicht selten gibt es in den zu durchfahrenden Gebieten Unwetter und auch Tornados. Die 20jährige Geschichte des RAAM hat gezeigt, dass die durchschnittliche Ausfallquote bei 50 Prozent liegt, das heißt, nur etwa die Hälfte aller gestarteten Athleten kommt auch ins Ziel.

Am Donnerstag, 1. Mai, um 14 Uhr starten Esser, Sommer, Reul und Holzner eine Trainingsfahrt von rund 550 Kilometer ab Erkelenz am Alten Rathaus. Ziel ist der Ort Ungerthal bei Nürnberg, wo sich das Hubert-Schwarz-Zentrum befindet, das die Sportler betreut. Gefahren wird übrigens nonstop, als auch nachts - so wie im RAAM auch.