Berlin: 405 Radfahrer starben im vergangenen Jahr

Berlin : 405 Radfahrer starben im vergangenen Jahr

Im vergangenen Jahr ereigneten sich 78.653 Fahrradunfälle auf deutschen Straßen. Dabei starben 405 Menschen. Die Zahl der verunglückten Fahrradfahrer insgesamt nahm gegenüber dem Vorjahr um fast zehn Prozent zu.

Im langfristigen Trend ging die Zahl der getöteten Radfahrer zwar zurück, dennoch sind die Zahlen weiterhin beunruhigend, so der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) in Berlin, denn die Zahl der verletzten Fahrradfahrer habe sich im langfristigen Mittel nicht verringert. Häufigste Ursache bei Kollisionen sind laut ADFC fahrlässig abbiegende Autos und LKW.

Deshalb seien neben sicheren Radwegen auch elektronische Warnsysteme, die vor Radfahrern oder Fußgängern im toten Winkel warnten, mehr Kontrollen an Kreuzungen und mehr Tempo-30-Zonen nötig. Aber auch Radfahrer verschulden viele Unfälle selbst. So ist nach den Beobachtungen des ADCF die falsche Fahrbahnbenutzung - das Fahren auf Gehwegen oder das „Geisterradeln“ auf Radwegen gegen die vorgeschriebene Fahrtrichtung - das häufigste Fehlverhalten.

Erstmals in der Unfallstatistik erfasst wurden Elektro-Fahrräder. Der Anteil der Unfälle mit den sogenannten Pedelecs entspricht etwa ihrer Verbreitung: es gab 2014 etwa 1,6 Millionen Pedelecs bei 71 Millionen Fahrrädern insgesamt. Bei den Todesfällen liegt der Anteil der Pedelec-Fahrer allerdings mit zehn Prozent deutlich erhöht. Das erklärt sich laut ADCF durch das meist höhere Lebensalter und die damit einhergehende größere Verletzlichkeit der Pedelec-Fahrer.

(amv)