40 Millionen Liter Eiskrem

40 Millionen Liter Eiskrem

Haaren (an-o) - Genau 35 Jahre ist es her, dass die Familie Kirchner im Hause des früheren Café Rosen in der heutigen Heinsberger Fußgängerzone die ersten kleineren Mengen Eiskrem für das Café und den Haus-zu-Haus-Verkauf produzierte.

Seitdem kann sich das kontinuierlich expandierte Unternehmen Rosen Eiskrem über europaweite Rekordumsätze und zweistellige Umsatzsteigerungen gegenüber den Vorjahren freuen. So bilanzierte die 1970 auf das Gelände der früheren Westmark-Brauerei von Heinsberg nach Haaren umgezogene Eisfabrik im Vorjahr einen Jahresumsatz von rund 70 Millionen Euro. In diesem Jahr soll der Umsatz noch übertroffen werden und im nächsten Jahr kommt eine weitere Produktionslinie dazu.

Rund 250 Beschäftigte zuzüglich 50 Saisonkräfte produzieren mit modernster High-Tech-Unterstützung im Jahr rund 40 Millionen Liter Eiskrem auf zehn Produktionslinien. Dies gab Geschäftsführer Dr. Gotthard Kirchner jetzt im Beisein seiner Eltern und Firmengründer August und Anneliese Kirchner sowie des Bundestagsabgeordneten Leo Dautzenberg, des Landtagsabgeordneten Wolfgang Dietrich sowie von Bürgermeister Johannes von Helden und Repräsentanten des CDU-Gemeindeverbandes bekannt. Rosen Eiskrem ist damit die umsatzstärkste private Eisfabrik Deutschlands und viertstärkste im Konzert mit den großen Eisfabriken.

Vielfalt der Produkte

Als Hauptursache für den Aufschwung nannte Kirchner die Vielfalt der Produktpalette, die durch europaweit geschaffenen eigenen Kühlhallen kurzfristig lieferbaren Vorratskapazitäten und die Aufträge großer Verbrauchermärkte wie Aldi, Penny oder Tengelmann.

Durch die weltweit einmalige vollautomatische Produktionsweise, die durch das vor fünf Jahren eröffneten Werk2 möglichst ist, kann die Produktion von stündlichen 27000 Eisportionen sogar noch übertroffen werden. "Die Konjunkturschwäche ist der größte Freund der Discounter", erläuterte Kirchner. Die Verbraucher werden immer preisbewusster und kaufen verstärkt auch so genannte "No-Name-Produkte" und merken dann auch noch, dass es sich "um Top-Qualität handelt", sagt der Geschäftsführer. Längst sei es auch für den Champagner- oder Lachs-Einkauf "salonfähig geworden, zu Aldi zu gehen".

Bundestagsabgeordneter Leo Dautzenberg und Bürgermeister von Helden gratulierten zur erfolgreichen Geschäftsentwicklung und stellten die Bedeutung der Arbeitsplätze und Steuereinnahmen heraus.


"Vorbildliche unternehmerische Leistungen"

Für den gesamten Kreis Heinsberg sei es wichtig, so Dautzenberg, auch der Öffentlichkeit "selbstbewusst so vorbildliche unternehmerische Leistungen im westlichsten Zipfel Deutschlands herausstellen".

Nachdem Dr. Gotthard Kirchner einige Geheimnisse der Eisproduktion verraten und den Besuchern Einblicke in die Hygiene- sowie Produktions- und Verpackungsprozesse gewährt hatte, durften zum eiskalten Abschluss auch die gepriesenen Produkte geschleckt werden.