Waldfeucht: 23 Kinder folgen dem Glockenruf

Waldfeucht : 23 Kinder folgen dem Glockenruf

23 Kinder feierten am Weißen Sonntag in Waldfeucht, wie auch in vielen anderen Pfarrgemeinden der Region, ihre Erstkommunion. An eine solch große Zahl in Waldfeucht könne er sich nicht erinnern, kommentierte ein Zuschauer am Straßenrand die von der Musikabteilung des Musik- und Gesangvereins Waldfeucht angeführte festliche Prozession vom Kindergarten zur Kirche.

Mit 15 Erstkommunikanten waren die Jungen gegenüber von acht Mädchen dabei deutlich in der Überzahl. Bei strahlendem Sonnenschein hatten sich die Kommunionkinder am Kindergarten hinter der Kirche versammelt, wo ein herrlich blühender Magnolienbaum eine perfekte Kulisse für die ersten Erinnerungsfotos an diesem Tag bot.

Hier begrüßte Pfarrer Friedhelm Senger die Erstkommunikanten, die sich mit dem Einsetzen der Kirchglocken und deren Ruf folgend, begleitet vom Musikverein Waldfeucht und der Messdienergruppe mit den Festtagsfahnen auf den Weg zur Pfarrkirche machten. Der Musikverein stand Spalier, als die Waldfeuchter Kommunionkinder die die Kirche einzogen, wo Eltern, Geschwister, Familie und Freunde bereits Platz genommen hatten, um mit ihren die Heilige Messe zu feiern in der sie zum ersten Mal den Leib Christi und damit nach christlichem Glauben das Brot des Lebens in Form einer Hostie empfingen. Die festliche musikalische Gestaltung übernahm die Gesangabteilung des Musik- und Gesangvereins Cäcilia Waldfeucht.

Der „Weißer Sonntag” wurde nach dem Konzil von Trient immer öfter und seit vielen Jahrzehnten dann ausschließlich auf den ersten Sonntag nach Ostern bezogen. Der Name „Weißer Sonntag” ist auch für diesen Tag historisch richtig, weil in der alten Kirche die Täuflinge am Vortag oder an diesem Sonntag zum letzten Male ihr weißes Taufkleid trugen.