Erkelenz: 2002: Jahr der Investitionen in Zukunft

Erkelenz : 2002: Jahr der Investitionen in Zukunft

Durch eine stabile Unternehmensentwicklung sei der Grundstein für ein weiteres Wachstum von Umweltkontor AG gelegt, meinte Henry Lohmann, Sprecher des börsennotierten Unternehmens aus Erkelenz, am Freitag bei der Vorstellung des Jahresabschlusses 2003.

„Durch konsequente Fokussierung auf margenstarke Projekte in der Kernkompetenz Ingenieur- und Finanzdienstleistungen im Bereich Wind konnte das Unternehmen sein operatives Ergebnis weiter steigern. Bei einem Umsatz von 126 Millionen Euro wurde ein EBIT von 12,5 Millionen Euro erzielt. 2001 lagen die Zahlen bei 164 Millionen und 10,1 Millionen. „Das entspricht einer deutlichen Verbesserung der EBIT-Marge auf knapp zehn Prozent nach sechs Prozent im Vorjahr.”

Diese Ergebnisse im Bereich Ingenieur- und Finanzdienstleistungen für die Windenergie seien für 2002 die entscheidende Bezugsgröße für die Unternehmensentwicklung.

„Das operative Geschäft in der Kernkompetenz Wind wurde ausgeweitet. In den Tätigkeitsfeldern Planung, Finanzierung und Betrieb von Windparks konnten zum Teil sehr deutliche Fortschritte gegenüber dem Vorjahr erzielt werden”, sagte Lohmann. Umweltkontor Project hat acht Projekte entwickelt und dabei 41 Windenergieanlagen gebaut. Das erste Auslandsprojekt, der Windpark La Muela in Spanien, konnte fertig gestellt werden.

Umweltkontor Finance hat 1250 Neukunden gewonnen. Das Rekordergebnis des Vorjahres von über 120 Millionen Euro an platziertem Investitionsvolumen konnte sogar noch einmal übertroffen werden.

„2002 war ein Jahr der Investition in die Zukunft”, fuhr Lohmann fort. „Durch die Übernahme der New Mine Gesellschaften im November ist Umweltkontor vom Finanz- und Ingenieurdienstleister für den Bereich Wind zum Technologiekonzern für die wichtigsten Erneuerbaren Energien Sonne, Wind, Wasser und Bioenergie geworden.”

2002 erzielte der Umweltkontor Neukonzern Umsatzerlöse in Höhe von 143 Millionen Euro (2001 159 Millionen Euro) und ein EBIT in Höhe von 4,6 Millionen Euro (Vorjahr 4,8 Millionen Euro).

Das Ergebnis des Neukonzerns wurde aufgrund der Anlaufverluste aus dem New Mine Konzern, außerordentlicher Aufwendungen im Zusammenhang mit der Integration der New Mine Gesellschaften und Anteilen fremder Dritter auf einen Konzernjahresfehlbetrag von 5,2 Millionen. Euro (Vorjahr 1,7 Millionen Euro) gedrückt.

Die Eigenkapitalquote betrug zum Bilanzstichtag im Altkonzern 41,7 Prozent und im Neukonzern 30,4 Prozent. „Das Anlagevermögen von 68 Millionen Euro wird durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital in Höhe von 115 Millionen Euro mehr als gedeckt. Die konservative Bilanzierung im Abschluss 2002 bildet eine solide Grundlage für die in 2003 geplanten Ausweitungen des Geschäfts.”

Bereits in der ersten Jahreshälfte 2003 erwartet das Unternehmen bedeutende Umsatzerlöse aus dem Vertrieb von Umweltkontor Projekten wie dem Holzheizkraftwerk Helbra sowie der Veräußerung der Beteiligung an dem spanischen Windpark Aragn. Auf dieser Basis ist das Ziel für 2003 ein operatives Ergebnis von 15 Millionen Euro.

Stolz ist Lohmann auch auf einen anderen Aspekt: Die Umweltkontor AG gehört nach einer aktuellen Umfrage der Wirtschaftswoche zu den 100 deutschen Unternehmen, die im vergangenen Jahr die meisten neuen Mitarbeiter eingestellt haben.

„Bei den Neueinstellungen kam ein großer Prozentsatz aus Erkelenz und Umgebung”, hebt Lohmann hervor. Dies unterstreiche die Funktion der Umweltkontor AG als einem der wichtigsten Arbeitgeber für die Region. Umweltkontor beschäftigt mittlerweile über 360 Mitarbeiter.