Kreis Heinsberg: 1700 Teilnehmer beim Diözesanzeltlager in Wegberg

Kreis Heinsberg : 1700 Teilnehmer beim Diözesanzeltlager in Wegberg

Eine riesige Zeltstadt war neben dem Haus St. Georg in Wegberg-Watern auf angemieteten Ackerflächen entstanden, die vier Tage lang Heimat für 1700 Teilnehmer des Diözesanpfingstlagers der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG), Diözesanverband Aachen, wurde. Vier unvergessliche Tage voller Spaß und Abenteuer, voller Erfahrungen und Möglichkeiten.

Einen großen Bogen über die Anfänge und die Entwicklung der Pfadfinderbewegung in der Gegenwart bis zum (theoretischen) Blick in die Zukunft sollte das Motto des Pfingstlagers „Zeitlos“ spannen.

Große Zeltstadt: 1700 Teilnehmer kommen zum Diözesanzeltlager der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg nach Watern. Fotos (3): Monika Baltes. Foto: Monika Baltes

Wie genau es passiert ist — dafür hatte niemand so recht eine Erklärung. Plötzlich sei Nebel auf der Bühne im Großzelt gewesen, ungewöhnliche Geräusche habe man gehört. Und dann sei er völlig unerwartet einer Zeitmaschine entstiegen, „die einem Toilettenhäuschen nicht unähnlich ist“, so gab es der Zeitreisende persönlich zu Protokoll, der Gründer der Pfadfinderbewegung Lord Robert Baden-Powell, von den Pfadfindern fast zärtlich „Bi-Pi“ genannt. Neugierig machte er sich mit den Kindern und Jugendlichen auf, in Spielen und Workshops das Gestern, Heute und Morgen zu erkunden: Klettern und Wurst selber machen, einen Biobauernhof besuchen, über den Markt der Möglichkeiten schlendern, T-Shirts bedrucken und Armbänder flechten, Stockbrot am Lagerfeuer backen, Theatersequenzen bejubeln und eine große Party mit DJ und Band feiern.

Hoher Besuch: Bischof Helmut Dieser zelebriert die Pfingstmesse im Lager. Foto: Erika Haase-Zeimetz

Die DPSG ist der katholische Pfadfinderverband in Deutschland, und so stand auch ein Pfingstgottesdienst auf dem Programm, zu dem Bischof Dr. Helmut Dieser anreiste. „Er löst damit sein spontanes Versprechen aus seinem eigenen Einführungsgottesdienst ein“, freute sich Erika Haase-Zeimetz, Bildungsreferentin der DPSG. Die Schirmherrschaft über die Veranstaltung hatte der NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) übernommen.

Mit Freude bei der Sache: Auch Musik gehört beim Pfadfinderzeltlager dazu. Foto: Monika Baltes

Der Diözesanverband Aachen ist einer von 25 Diözesanverbänden der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG). Die Diözese erstreckt sich von Kempen und Krefeld im Norden bis nach Blankenheim im Süden. Etwa 7000 Mitglieder engagieren sich in 85 Ortsgruppen, mehr als 50 Ortsgruppen waren beim Pfingstlager dabei. „Unser Ziel ist die Erziehung von jungen Menschen zu Selbstständigkeit und Eigenverantwortung“, betonte Diözesanvorsitzender Jonas Spinczyk. Entwicklungen stärken, Talente fördern, die Begabungen des Einzelnen achten — die zentralen Forderungen des Gründers der Pfadfinderbewegung sind auch heute noch aktuell, zeitlos eben.

Zwei Jahre lang vorbereitet

Zwei Jahre lang ist das Pfingstlager vorbereitet worden, viel Zeit und Herzblut wurden in die Gestaltung des Lagers investiert. Vier Tage lang machten die angereisten Pfadfinder die Erfahrung einer Gemeinschaft, die über den heimischen Stamm hinausgeht. Vier Tage lang war die Welt rund um das Haus St. Georg voller außergewöhnlicher Erlebnisse, voller Fantasie, voller Miteinander.

Und Bi-Pi dürfte es sehr gefreut haben, dass sein Motto „Verlasst die Welt ein bisschen besser als ihr sie vorgefunden habt“ hier mit Leben erfüllt wurde.

(mb)
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