Erkelenz: 17. Bücherbörse mit antiquarischen Schätzen der Heimatliteratur

Erkelenz : 17. Bücherbörse mit antiquarischen Schätzen der Heimatliteratur

Antiquarische Bücher der Heimatliteratur, aber auch die letzten Neuerscheinungen in diesem Genre wurden im Alten Rathaus Erkelenz angeboten. Ausgerichtet wurde die 17. Bücherbörse vom Heimatverein der Erkelenzer Lande.

Geschäftsführer Theo Görtz freute sich vor allem über die gesteigerte Besucherzahl um fast 30 Prozent. Im Mittelpunkt der Neuerscheinungen stand der Heimatkalender 2008 sowie Band 21 der Schriftenreihe über den Stiftskapellmeister Franz Nekes.

Neskes war nicht nur Kapellmeister am Aachener Liebfrauenmünster, wo er 1896 sein bedeutendstes Werk, die Messe „Ocrux ave” schrieb. Zuvor war der umtriebige Pfarrer und Kirchenmusiker 16 Jahre lang in Gerderath tätig, wo er seine erste Messe, die „Missa in honorem sancti Christophori” komponierte und aufführte.

Den 21. Band über den Stiftskapellmeister veröffentlichte der Aachener Musikwissenschaftler und Geistliche Dr. Michael Tunger. Der Erkelenzer Heimatverein hat 750 Exemplare seiner Schriftenreihe herausgebracht.

Doch auch viele weitere, interessante Druckerzeugnisse lagen auf den vollen Tischen von Marie von Ebner-Eschenbach und Margret Mitchells „Vom Winde verweht” bis zu kritischen Werken wie „Zwischen Anpassung und Widerstand” von August Brecher, der die Geschichte der katholischen Pfarreien zu Stolberg untersuchte.

Kritische Töne werde es auch in Zukunft geben, wie Theo Görtz, andeutete: Hubert Rütten und Maria Meurer bringen in kommenden Jahr die Judengeschichte der Stadt Erkelenz in der von Hans-Josef Broich und Willi Wortmann betreuten Schriftenreihe heraus.

Besonders stolz war Theo Görtz auf ein Exemplar aus dem Jahre 1926, in dem Josef Gaspers und Leo Sels die „Geschichte der Stadt Erkelenz” darstellen.