Wegberg-Wildenrath: Alarmübung: Millionen Feuerzeuge brennen

Wegberg-Wildenrath: Alarmübung: Millionen Feuerzeuge brennen

Um 9.05 Uhr am Samstag wurde die Feuerwehr Wegberg und einige Sondereinheiten der Feuerwehren des Kreises Heinsberg zu einer nicht angemeldeten Alarmübung gerufen.

Die angenommene Schadenslage stellte sich wie folgt da: In einer der drei Lagerhallen eines Unternehmens Times Logistics International, in dem mehrere Millionen Feuerzeuge gelagert sind, war ein Feuer ausgebrochen.

Aufgrund der hohen Brandlast geriet der Brand rasch außer Kontrolle. Das Feuer griff auf die angrenzenden Hallen über und entwickelte sich zu einem Vollbrand. Gemäß des Gefahrenabwehrplanes für dieses Objekt wurde ein Vollalarm der gesamten Feuerwehr Wegberg sowie weiterer festgelegter Einheiten aus dem gesamten Kreisgebiet gegeben. Zusätzlich wurde auch der Verwaltungsstab der Stadt Wegberg, der etwa 14 Personen umfasst, einberufen.

Die Technische Einsatzleitung vor Ort wurde durch den taktischen Feuerwehrstab des Kreises Heinsberg übernommen. Neben der Brandbekämpfung - zeitweise wurden mehr als 6000 Liter Wasser pro Minute auf das Objekt geworfen - lag ein weiterer Einsatzschwerpunkt beim Aufbau einer Wasserversorgung zur Sicherstellung der Löschmaßnahmen.

Hier musste eine etwa 2,5 Kilometer lange Schlauchleitung von der Kreisstraße 29 bis zum Objekt gelegt werden. Dies gestaltetet sich trotzt guter Vorplanungen als schwierig und zeitaufwändig.

Zur Warnung und Sicherung der Bevölkerung im Schadensgebiet wurden durch den Messzug der Feuerwehr umfangreiche Luftmessungen durchgeführt. Zur Versorgung der Einsatzkräfte wurde eine Einsatzeinheit des DRK ebenfalls alarmiert. In den Einsatz waren etwa 200 Einsatzkräfte eingebunden. Die letzten Kräfte konnten nach über fünfstündiger Einsatzzeit die Übung beenden. Die Übungsschwerpunkte lagen in der Überprüfung der Alarmierungen aller eingesetzten Kräfte, in der Überprüfung der Kommunikationswege und im Zusammenspiel zwischen den taktischen und den administrativen Einsatzstäben von Feuerwehr und Verwaltungen.

In der kommenden Woche werden bei einer Einsatznachbesprechung die Ergebnisse dieser Alarmübung bewertet und Schwachstellen verbessert.

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