Kreis Heinsberg: Aktionsplan eröffnet Chance in Altenpflege

Kreis Heinsberg: Aktionsplan eröffnet Chance in Altenpflege

Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Nordrhein-Westfalen wird in den nächsten zehn Jahren deutlich ansteigen.

Um sie angemessen pflegen zu können, müssen bereits heute zusätzliche Altenpflegekräfte ausgebildet werden. Der „Aktionsplan Altenpflege 2010” reagiert auf diese Entwicklung und wird gemeinsam vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen und der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit getragen.

Im Rahmen dieses Aktionsplans werden von der Agentur für Arbeit Aachen bis zu 30 zusätzliche Ausbildungsplätze in der dreijährigen Fachkraftausbildung für arbeitslose Menschen gefördert. Sie erhalten die Chance, sich zum staatlich geprüften Altenpfleger ausbilden zu lassen und damit einen zukunftssicheren Job zu erhalten. Das heißt: Übernahme der Ausbildungskosten von 12.000 Euro für drei Jahre, Kosten für den Lebensunterhalt durch Weiterzahlung des Arbeitslosengeldes und Fahrtkosten während der Ausbildung.

Die Nachfrage nach ausgebildeten Altenpflegern und Altenpflegerinnen steigt kontinuierlich. Aber: Das ist kein Beruf, den man erlernt, weil die Nachfrage da ist, sondern weil man eine Beziehung dazu hat. Er stellt physisch und psychisch hohe Anforderungen.

Wer wird gefördert? In erster Linie geistig und körperlich für diesen Beruf geeignete Personen, die mindestens über einen Hauptschulabschluss nach Klasse 10a verfügen, die arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht sind und entweder keine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen können oder aber als „wieder ungelernt” gelten. Das ist der Fall, wenn jemand mehr als vier Jahre nicht mehr in seinem ursprünglich erlernten Beruf, sondern stattdessen in an- oder ungelernter Arbeit tätig war und deshalb die frühere Beschäftigung nicht mehr ausüben kann.

Wer interessiert ist, sollte ein Beratungsgespräch mit seinem Arbeitsvermittler vereinbaren: 01801/555111 (Festnetzpreis 3,9 Cent/Minute; Mobilfunkpreise höchstens 42 Cent/Minute). Weitere Auskünfte erhalten Interessierte auch bei den regionalen Fachseminaren für Altenpflege, so beim Institut für Pflege und Soziales in Heinsberg (02452/182-751, -753) und bei maxQ. in Hückelhoven (02433/9599588).

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