Aachen: Aktionsmonat: „So jung kommen wir nicht mehr zusammen”

Aachen: Aktionsmonat: „So jung kommen wir nicht mehr zusammen”

Die Jungen sind wieder gefragt. Doch auch die Älteren sind diesmal im Blick beim Aktionsmonat „Generation Jugend - So jung kommen wir nicht mehr zusammen”. Rund um den demografischen Wandel soll es bei zahlreichen Events und in Workshops gehen. Wie gehen Jung und Alt miteinander um? Wo begegnen sie sich - und tun sie das überhaupt?

Den Austausch der Generationen wollen die Jugendämter in der Städteregion sowie den Kreisen Düren und Heinsberg fördern.

Es ist das dritte Mal, dass die Jugendpfleger der Kommunen in dem Projekt an einem Strang ziehen. Stand 2007 die Jugend allgemein im Fokus und 2009 die Beteiligung am kommunalpolitischen Geschehen, „geht es jetzt um die Frage, was die Generationen voneinander lernen können”, sagte der Herzogenrather Jugendpfleger Oliver Krings bei der Programmvorstellung an einem symbolischen Ort: dem Übach-Palenberger Mehrgenerationenhaus.

Von Samstag, 15. Oktober, bis zum 30. November sollen sich in den Städten Kinder, Jugendliche und Senioren begegnen. Ob bei Vorleserunden in der Dürener Stadtbücherei, am Spieltisch in Herzogenrath, im Erkelenzer Erzählcafé, in einer Stolberger Sporthalle oder der Küche des Alten Rathauses in Alsdorf. „Wir wollen die Neugier der Generationen aufeinander wecken”, sagte der Dürener Jugendpfleger Berthold Becker.

Auch um das Image geht es. Genauer: das schlechte Image der Jugendlichen. Oliver Krings: „Der Aktionsmonat soll zeigen, dass nur ein Bruchteil der Jugendlichen laut ist und randaliert. Die Mehrheit ist engagiert und zeigt auch ehrenamtlichen Einsatz.” Deshalb sollen die Begegnungen keine „Einbahnstraßen” sein. Krings: „Ältere fordern von der Jugend, dass sie auf die Senioren zukommt - das geht aber auch umgekehrt.”

Nicht alle der bislang geplanten 20 Aktionen - noch einige sollen in den kommenden Wochen hinzukommen - sind neu. Manches, wie das „Dinner für Alle”, bei dem sich in Alsdorf Generationen gegenseitig bekochen und gemeinsam essen, gibt es schon seit Jahren. „Wir nutzen den Aktionsmonat auch, um funktionierende Beispiele für das Miteinander zu zeigen, die so auch in anderen Kommunen stattfinden könnten”, betont der Alsdorfer Jugendpfleger Günter Thimm.

Dass die Jugendämter selbst über den Tellerrand ihrer jeweiligen Stadt hinausschauen - auch das ist ein Ziel. Warum das Rad neu erfinden, wenn es doch schon recht rund läuft? Der Stolberger Jugendpfleger Michael Bosseler meint dazu: „Wir machen den Austausch der Generation bei unserer alltäglichen Jugendarbeit immer wieder zum Thema. Aber jetzt richten wir noch mal einen ganz dicken Scheinwerfer darauf.”

Projekte beim „Markt der Möglichkeiten”

Bei einem Aktionstag in Alsdorf wollen alle Projektpartner sich bei einem „Markt der Möglichkeiten” vorstellen.

Am Mittwoch, 16. November, beginnt das Programm um 18 Uhr im Alten Rathaus, Aachener Straße 1. Um 18.15 Uhr hält Kerstin Schmidt vom Mindener Büro „Demografie lokal” ein Impulsreferat.

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