Kreis Düren: Ärztliche Untersuchungen nicht unverbindlich

Kreis Düren: Ärztliche Untersuchungen nicht unverbindlich

Wenn Eltern auf die regelmäßigen ärztlichen Früherkennungs- und Vorsorgeuntersuchungen ihrer Kinder verzichteten, blieb das bislang unbeachtet.

Obwohl gerade die frühkindliche Entwicklung entscheidend ist. Das hat sich mit Beginn des Monats geändert. Darauf weist das Jugendamt des Kreises hin. Künftig bekommen Eltern Post vom Landesinstitut für Gesundheit, wenn sie eine der Untersuchungen ihrer Kinder ausgelassen haben. Sie werden dann gebeten, das Versäumte nachzuholen. Ziel ist es, den Schutz der Kinder zu verbessern.

Bereits unmittelbar nach der Geburt greift das umfassende Vorsorgeprogramm regelmäßiger Kinder- und Jugenduntersuchungen. Für Mädchen und Jungen sind bis zum Alter von sechs Jahren insgesamt neun Untersuchungen sowie eine weitere im Alter zwischen 13 und 14 Jahren vorgesehen.

Doch während die ersten Untersuchungen von fast allen Eltern wahrgenommen werden, werden vor allem die letzten Termine vom zweiten Lebensjahr bis zum Vorschulalter nicht ausreichend genutzt. Das soll sich nun ändern. Das Landesinstitut erfasst jene Daten, die Kinderärzte seit dem 1. Januar nach erfolgten Untersuchungen melden dürfen und müssen. Dann erfolgt der Abgleich mit den Einwohnermeldedaten. Eltern von Kindern, die nicht im Datenpool aufgeführt sind, bekommen Schreiben vom Landesinstitut mit der Bitte, die Untersuchung(en) nachzuholen oder nachzuweisen.

Erfolgt keine Rückmeldung, kommt die kommunale Jugendhilfe ins Spiel. Es wird nach den Gründen für die versäumten Untersuchungen fragen und bei Bedarf Hilfen anbieten. Wenn Eltern ihr Kind einem Arzt nicht vorstellen, möchte das Jugendamt die Kinder auf jeden Fall sehen, um sich ein eigenes Bild vom Entwicklungsstand machen zu können.