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Die belgische Provinz Hennegau und ihre reichen UNESCO-Kulturschätze Von Belfrieden, Bergleuten und Drachen, von Silex‘s und Militärmärschen

Eine Region, 19-mal Weltkulturerbe : UNESCO-Schätze in der belgischen Provinz Hennegau

Die wallonische Provinz Hennegau steckt voller Weltkulturerbe. In und um die ehemalige Kulturhauptstadt Europas (2015), Mons, gibt es Beeindruckendes zu entdecken. Mons ist die Stadt der berühmten Ducasse, auch Doudou genannt, einer Prozession zu Ehren der Heiligen Waltrudis mit anschließendem Drachenkampf.

Nicht nur sie gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO, sondern auch der Belfried in Mons, zusammen mit den Glockentürmen von Tournai, Charleroi, Binche und Thuin.

Die perfekteste und monumentalste Kirche Belgiens steht in Tournai. Sie beeindruckt vor allem durch ihre Abmessungen. 134 m ist sie lang. Geräumige romanische Schiffe öffnen sich zu einem großen Querschiff (67 m) mit zwei Apsiden, das von fünf hohen Türmen gekrönt wird.

Auch sie steht auf der UNESCO-Welterbeliste, ebenso wie die vier Schiffshebewerke des historischen Canal du Centre. Seit 1. Juli 2012 sind die vier bedeutendsten und am besten erhalten gebliebenen Orte des wallonischen Bergbaus, Bois-du-Luc in La Louvière, die Mine Bois du Cazier in Charleroi, Grand Hornu bei Mons – alle im Hennegau – sowie Blegny-Mine bei Lüttich seriell zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt worden.

Sie stehen für Kühnheit und visionären Erfindungsgeist. Sie sind lebhafte Begegnungs- und Bildungsstätten, Orte des Austauschs, des Gedenkens und der Kunst, eingekleidet in architektonische Juwelen. Zum immateriellen Weltkulturerbe zählt der Karneval von Binche mit seinen berühmten Figuren, den Gilles.

Auch die Märsche Entre-Sambre-et-Meuse stellen eine hunderte von Jahren alte kulturelle Identität dar, die von der UNESCO gewürdigt wird. Ebenso wie die ganz außergewöhnlichen neolithischen Feuersteinminen von Spiennes.

Die archäologische Stätte von Spiennes ist eine der ausgedehntesten und ältesten Abbaustätten für Feuerstein in Europa. Das von Tausenden von Minenschächten durchzogene archäologische Gelände (100 Hektar) mitsamt seinem Museum „Silex’s“ befindet sich bei Mons.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Die wallonische Provinz Hennegau hat 19-mal UNESCO-Weltkulturerbe zu bieten

(pr)