StädteRegion Aachen bietet Beratung und sichert Qualität

Rat und Hilfe, wenn Pflege zum Thema wird : StädteRegion Aachen bietet Beratung und sichert Qualität

In der StädteRegion sind aktuell mehr als 26.000 Menschen pflegebedürftig. Und diese Zahl steigt. Wie lebe ich im Alter oder im Pflegefall – und wo? Welche Ansprüche auf Unterstützung habe ich und wo finde ich Hilfe? Das sind Fragen, die sich auch in der StädteRegion die meisten Menschen irgendwann stellen müssen.

„Der demografische Wandel macht sich in den Anfragen bemerkbar, die bei uns eingehen“, bestätigt Stephan Xhonneux. „Immer mehr Menschen suchen Hilfe für sich und ihre pflegebedürftigen Angehörigen“.

Der 48-Jährige ist beim Amt für Soziales und Senioren der StädteRegion neben der kommunalen Pflegeplanung vor allem für die Wohn- und Pflegeberatung zuständig. Er und sein Team beraten dabei rund um das Thema Pflege, informieren über gesetzliche Ansprüche, helfen beim Stellen von Anträgen und unterstützen Betroffene, die passenden Hilfen für ihre Situation auszuwählen.

Diese Arbeit endet längst nicht an der Schreibtischkante: „Bei der Wohnberatung gehen wir zu den Menschen nach Hause und schauen, welche Verbesserungen vorgenommen werden können“, erklärt Xhonneux. „Der Klassiker ist die bodengleiche Dusche, aber da gibt es natürlich noch viele Dinge, die den Alltag erleichtern, wie Handläufe anbringen oder Stolperfallen beseitigen.“ Die Mitarbeiter sind spezialisiert und haben einen Blick dafür, welche Hilfsmittel benötigt werden.

Auch für Menschen mit Behinderung oder einer Demenzerkrankung stehen Xhonneux und Kollegen natürlich mit Rat und Tat zur Verfügung. Sie helfen jährlich etwa 2.000 Menschen in der Pflege- und rund 500 in der Wohnberatung weiter. Die StädteRegion macht viele verschiedene Angebote – seien es persönliche Gespräche in der Beratungsstelle oder am Telefon, Hausbesuche, der Seniorenwegwegweiser oder das Pflegeportal.

Stephan Xhonneux (links) und Jürgen Geis. Foto: Ben Sonntag

Qualität muss stimmen

„Seit Bildung der StädteRegion Aachen vor zehn Jahren sind die Angebote noch besser gebündelt“, berichtet Xhonneux. Sein Kollege Jürgen Geis stimmt ihm zu: „Es gibt mehr Klarheit, wer zuständig ist, und einen besseren Austausch“ Geis‘ Abteilung stellt sicher, dass die verschiedensten Wohn- und Pflegeangebote in den zehn städteregionsangehörigen Kommunen die Ansprüche erfüllen, die im Wohn- und Teilhabegesetz (WTG) formuliert sind. Bekannter ist das Thema noch unter der alten Bezeichnung „Heimaufsicht“.

Es geht um Qualitätssicherung und diese Aufgabe verlangt vollen Einsatz: Etwa 300 Angebote im Bereich Wohnen, Pflege und soziale Betreuung fallen in die Zuständigkeit des Teams – von ambulanten Diensten und betreute Wohngemeinschaften über die stetig wachsende Zahl an Tages- und Kurzzeitpflegeangeboten bis hin zu den Pflegeheimen, Einrichtungen für behinderte Menschen und Hospizen.

„Wir beraten die Menschen, die wissen möchten, welche gesetzlichen Ansprüche die Pflegeanbieter erfüllen müssen. Wenn wir in den Einrichtungen Mängel feststellen, beraten wir, wie diese behoben werden können“, erklärt Geis. „Denn die Qualität muss stimmen!“. Um das sicherzustellen, werden die Pflegeangebote und -einrichtungen regelmäßig überprüft. Zweierteams aus einer Pflegefachkraft und einem Verwaltungsmitarbeiter checken alles auf Herz und Nieren – von der pflegerischen Versorgung über das Essen bis zu den Möglichkeiten, am sozialen Leben teilzunehmen.

Wer pflegt, bekommt Unterstützung

Von den mehr als 26.000 pflegebedürftige Menschen werden etwa 5.000 stationär betreut, die anderen in ihrem eigenen Zuhause. Dort pflegen und betreuen in etwa 60 Prozent der Fälle fast ausschließlich die Angehörigen. Für sie gibt es die sogenannten „Entlastungsangebote“, wie zum Beispiel Hilfe im Haushalt oder stundenweise Betreuung der Pflegebedürftigen. Auch dieses Thema gehört zur Wohn- und Pflegeberatung von Stephan Xhonneux und seinen Leuten. „Die Angehörigen sind immer noch der größte Pfleger der Nation“, sagt er. Für ihn ist die Unterstützung der Angehörigen ein ebenso wichtiges Thema, wie eine gute Versorgung der wachsenden Zahl der Pflegebedürftigen.

„Wir können Menschen in belastenden Situationen an die Hand nehmen und ganz konkret etwas bewirken“, betont Xhonneux. „Es ist toll, wenn man zum Beispiel nach einer Wohnberatung die umgebaute Wohnung sieht, in der sich ein Mensch wieder selbst versorgen kann.“

(pr)