Kreis Heinsberg: „Absolout” trumpft auf beim Planspiel Börse

Kreis Heinsberg: „Absolout” trumpft auf beim Planspiel Börse

Aktien von Apple, Google und Hewlett-Packard führten zum Erfolg: Die Gruppe ­„Ab­solout GmbH” vom Berufskolleg Wirtschaft des Kreises Heinsberg in Geilenkirchen siegte bei der 29. Auflage vom Planspiel Börse der Kreissparkasse Heinsberg.

Kristina Pretzer, Georg Belockij, Philipp Kopylov, Evgenij Lange und Maurice Oliveira - wie alle Schülerteams im Oktober mit 50 000 Euro als fiktivem Spielkapital gestartet - erreichten binnen knapp zweieinhalb Monaten mit ihrer Anlagestrategie einen Depotwert in Höhe von 54 654,38 Euro. Dieser erste Rang wurde mit echten 500 Euro belohnt.

Filialdirektor beeindruckt

„Wer es schafft, in Zeiten unruhiger Finanzmärkte und volatiler Börsenkurse seinen Depotwert um nahezu zehn Prozent zu steigern, verdient Respekt. Denn es erfordert eine intensive Auseinandersetzung mit den Unternehmenswerten, Branchenentwicklungen und dem aktuellen Wirtschaftsgeschehen”, zeigte sich Armin Pennartz, Filialdirektor der Kreissparkasse, von der Leistung der Spielgruppe beeindruckt.

Beim Planspiel Börse stand - wie in den Jahren zuvor - das Prinzip ­„Learning by doing” im Vordergrund. Während des Wettbewerbs versuchten die teilnehmenden Gruppen, das fiktive Spielkapital durch geschickte Käufe und Verkäufe von Wertpapieren zu erhöhen.

Seit dem Start 1983 ist das Börsenspiel der Kreissparkasse nicht nur auf das Vermehren von Erlösen ausgerichtet, sondern zielt auch auf den Lehr- und Lerneffekt für die Schülerinnen und Schüler ab. Seit 2009 wird insbesondere auch ein Schwerpunkt auf die nachhaltige Geldanlage gesetzt. Diese zusätzliche Bewertung beim Planspiel Börse soll den Schülerinnen und Schülern verdeutlichen, dass sich langfristiges Denken bei der Geldanlage auszahlt.

Die Spielteilnehmer denken natürlich erst einmal in Zahlen. Die Kurse der gekauften Aktien sollen steigen, der Depotwert am Ende des Spiels möglichst hoch sein. Doch bei der Geldanlage gehts es um mehr: Mit was verdienen die Unternehmen ihr Geld? Handeln sie verantwortungsvoll und nachhaltig? Oder gehen sie verschwenderisch mit natürlichen Ressourcen um?

Auf diese Dinge sollen die jungen Börsenexperten genauso achten wie auf eine hohe Rendite. Bei der Nachhaltigkeitsbewertung werden Spielgruppen prämiert, die den höchsten Ertrag mit nachhaltigen Wertpapieren erwirtschafteten.

Siegprämie auch für „ay yildiz”

Diese Nachhaltigkeitsbewertung gewann ebenfalls das Team „Absolout GmbH”. Die Spielregeln lassen allerdings einen Doppelgewinn nicht zu. So kam das sowohl in der Depotbewertung als auch in der Nachhaltigkeitsbewertung auf Platz zwei gelandete Team „ay yildiz” vom Berufskolleg des Kreises Heinsberg in Erkelenz mit Lukas Grauke, Carlo Classen, Luis Dießner, Tim Hilgers und Werner Schaffrath (das im Planspiel ein Resultat von 54 257,45 Euro erzielte) ebenfalls in den Genuss einer 500-Euro-Siegprämie.

Den dritten Platz mit einer Depotsumme von 53 260,32 Euro belegte die Gruppe „4 and a half men” (Anuschan Rakavan, Dennis Hoppe, Robin Pereira, Pawel Tarassow und Marius Winkens) vom Kreisgymnasium Heinsberg. Sie erhielt einen Geldpreis in Höhe von 300 Euro. Auf Platz vier landete die Gruppe „Oktoberfest” (Christian Frohn, Florian Breda, Luca Esser, Jan Geks, Leslie Ann Klütz, Tabea Schröder und Nicole Seher) vom Städtischen Gymnasium Hückelhoven mit einer Depotsumme von 52 491,74 Euro. Dafür gab es einen Preis in Höhe von 200 Euro.

22 von 72 Teams im Plus

In der Depotwertung wurden außerdem mit Geldpreisen belohnt: 5. „toblind” (Edith-Stein-Realschule Wegberg) Depotwert 52 361,44 Euro (Preis: 125 Euro), 6. „Die Investmentbanker” (Gymnasium Hückelhoven) Depot 52 341,50 Euro (Preis: 100 Euro), 7. „Rating Dragon” (Berufskolleg Ernährung - Sozialwesen - Technik) Depot 51 984,10 Euro (Preis: 75 Euro), 8. Börsen-Trio (Gymnasium ­Hückelhoven) Depot 51710,69 Euro (75 Euro), 9. M&B (Cornelius-Burgh-Gymnasium Erkelenz) 51 695,83 Euro (50 Euro), 10. SeLuRa (Kreisgymnasium Heinsberg) Depot 51 132,93 Euro (50 Euro), 11. Rigeja (Kreisgymnasium Heinsberg) 51 027,13 Euro (50 Euro). Von den 72 platzierten Teams landeten übrigens 22 im Plus: Sie erreichten einen Depotwert von über 50 000 Euro.