Aachen: 3000 strömen zur „Night of the Knights”

Aachen : 3000 strömen zur „Night of the Knights”

Im Eingangsbereich konnte man sich zunächst jede Menge Klagen anhören. Diesem Jeck war die Schlange zu lang gewesen. Jene Närrin befand die Umgebung als nicht angemessen temperiert. Und mancher ärgerte sich an der Garderobe noch über die matschigen Wege beziehungsweise über seine dreckigen Schuhe.

Egal, ob die Kritikpunkte bei der Carnevale nun berechtigt oder unberechtigt waren: Nach nur wenigen Minuten in den Markthallen waren alle Wehwehchen vergessen. „Jevvt Jas, wenn ühr fiere wellt” forderte das Moderationsgespann Niki Küch und Jens Aretz - freilich ein rein rhetorisches „wenn”, denn feiern wollte auch bei der 12. Auflage der AKV-Sause ein Jeder.

Und das natürlich getreu der Kleiderordnung „No Kostüm, no entry, wa”. Vielfach hatten die Gäste das Motto „Night of the Knights”, Nacht der Ritter, aufgegriffen, und sich mit Lanze in der linken sowie dem Burgfräulein an der rechten Hand aufgemacht in die Carnevale-Festung. Um dort gemeinsam mit Che Guevara, Rambo, Spider Man und 3000 weiteren Narren in liebevoll zusammengestellter Montur auf den altbewährten halbstündigen Wechsel aus Programm und Party zu warten.

Ersteres wurde eröffnet von der Spaßkapelle Arschpopeng, der schon bald ein zu ungewöhnlich früher Stunde erscheinender Prinz Thomas I. folgte - selbstredend geleitet von Garde und Hofstaat.

Gäste wie die DJ Jens Kindervater, die Breakdance-Truppe „Dancing Wizards” und Fino, „der Partystier aus Malle”, rechtfertigten dann den Carnevale-Slogan „für Junge und Junggebliebene Narren”. Bei jeder Altersklasse eine bombensichere Stimmungsgarantie sind dagegen die 4 Amigos - die „Ritterburg” in der Liebigstraße wurde von den Öchern mindestens genau so stürmisch erobert wie sonst die Kurparkterrassen oder das Eurogress.

Ein zuverlässiger Stimmungsindikator: die allerhöchstens für kurze Verschnaufpausen genutzten, ansonsten völlig verwaisten Sitzgelegenheiten im hinteren Hallenbereich.

Am Ende des Abends, das zugleich der Beginn des nächsten Tages war, durften die Veranstalter des Spektakels einmal mehr zufrieden mit sich sein. Und weil nach der Carnevale vor der Carnevale ist, gilt jede Wette: Durch die noch benommenen Köpfe schwirrten dem Team schon die ersten Ideen für die Carnevale Numero 13.