Hückelhoven: 30. Missionsausstellung: „Wir brauchen Nachwuchs”

Hückelhoven: 30. Missionsausstellung: „Wir brauchen Nachwuchs”

Am 22. September 1979 fand die erste Missionsausstellung im Gemeindesaal der Pfarrgemeinde St. Barbara statt.

Damals hatten 25 Frauen aus der Gemeinde begonnen, Stick- und Näharbeiten sowie Gebasteltes für die Missionsarbeit in der Dritten Welt zu verkaufen. Heute, nach 30 Jahren, sind noch elf der fleißigen Helferinnen übrig geblieben.

Sie konnten die mittlerweile 30. Missionsausstellung präsentieren. Zu bestaunen gab es wieder Dekoratives, Weihnachtliches und auch Praktisches aus Handarbeit. Inzwischen hat sich die Ausstellung zu einem vielseitigen Markt entwickelt, auf dem man sich vor allem für die bevorstehende Weihnachtszeit eindecken kann.

Alle 14 Tage treffen sich die Damen und bereiten ihre Ausstellungen vor. Neben den Handarbeiten gab es natürlich wieder ein reichhaltiges Kuchenbuffet, das zum Verweilen einlud. „Unsere Veranstaltung ist zu einem Fest für die ganze Pfarre geworden”, betonte Luise Netten, die seit dem Anfang dabei ist.

Im Laufe der Jahre ist viel Geld in die Missionsprojekte geflossen, das in St. Barbara eingenommen wurde: Fast 80.000 Euro. Unterstützt werden zum Beispiel ein Projekt des Missionswerkes Aachen zur Kinderspeisung in Äthiopien oder ein Hospital in Tansania.

Auch ein Waisenhaus in Brasilien und bedürftige in Bosnien und Burundi wurden schon von Hückelhoven aus unterstützt. „Wir bemühen uns immer, mit den Menschen vor Ort in Kontakt zu bleiben und ihre Nöte zu verstehen”, erklärte Netten. Leider gehe die Zahl der Frauen, die sich noch zur Missionsarbeit bekennen, zurück.

„Wir brauchen dringend Nachwuchs, denn ewig können wir das auch nicht mehr machen.” Trotzdem machen die Frauen wie gewohnt weiter und werden sich weiterhin das ganze Jahr über treffen, um ihre Ausstellung vorzubereiten.

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