Kommentiert: Neymar ist ein Fall für den Strafenkatalog

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Kommentiert: Neymar ist ein Fall für den Strafenkatalog

Ein Kommentar von Roman Sobierajski

Hohn und Spott ergießen sich mittlerweile kübelweise im Internet über Neymar, wenn er nach dem leisesten Windhauch mal wieder den vermeintlichen Heldentod auf dem Platz stirbt.

Die einen vermuten, dass er sich nur unter Vollnarkose tätowieren lässt, andere hoffen, dass die Welt doch eine Scheibe ist und Brasiliens Superstar über den Rand rollt. Doch die Theaterposse hat noch einige weitere, durchaus ernste Aspekte.

Mexikos Trainer Osorio wies zurecht darauf hin, dass Neymars Todesspirale in mehrfacher Ausführung einige Minuten reiner Spielzeit kostet und zudem den Spielfluss der gegnerischen Mannschaft unterbricht, vielleicht sogar lähmt. Unfairness in Vollendung, ein Aspekt den man durchaus in den Strafenkatalog für den Videoschiedsrichter aufnehmen könnte

. Darüber hinaus war es genau jener Neymar, der bei der WM vor vier Jahren von Juan Zuniga so brutal gefoult wurde, dass ein Lendenwirbel brach, und ein Leben im Rollstuhl drohte. Es sind immer die Ballartisten, denen durch rustikales (Ein-)Treten der Schneid und die Spielfreude abgekauft werden soll.

Wer nun mit dem drohenden Schrecken solche Sperenzien treibt, der riskiert, dass die Schiedsrichter das Einsteigen der Gegenspieler irgendwann gelangweilt nicht mehr energisch genug ahnden – und das vielleicht auch noch auf die Kollegen aus der Zauberer-Riege übertragen. Also, Neymar da Silva Santos Júnior, beim nächsten Mal bitte Mund abputzen, weitermachen und durch Fußballkunst überzeugen.

 

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