„Wir brauchen schließlich die Punkte”

Von: jan
Letzte Aktualisierung:

Düren. Dass Sven Anton am Mittwoch einen Sieg erwartet, versteht sich von selbst. Denn der Volleyball-Bundesligist Evivo Düren spielt zu Hause - zum ersten Mal seit über einem halben Jahr.

Um 19.30 Uhr ist die volleyballfreie Zeit an der Rur vorbei. Dann steigt in der Arena Kreis Düren das erste Heimspiel der neuen Saison.

Nach dem überraschenden 2:3 zum Auftakt beim CV Mitteldeutschland muss Evivo gegen den VC Olympia Berlin dringend gewinnen. Die Pleite hat den Fokus der Mannschaft etwas verschoben. Das Thema Heimpremiere spielt kaum eine Rolle. „Erstes Spiel hin oder her - wir brauchen die Punkte”, sagt Trainer Sven Anton. Denn anschließend geht es knackig weiter. Auswärts muss Evivo bei den Top-Klubs Generali Haching und SCC Berlin ran.

Logisch, dass gegen die Bubi-Truppe der Liga ein Heimsieg her muss. Der VC Olympia Berlin ist die mit Abstand jüngste Mannschaft der Liga. 18 Jahre jung ist das Team im Schnitt und hat noch so gut wie keine Bundesliga-Erfahrung gesammelt. Alle zwei Jahre spielt der VCO, bei dem die meisten Junioren-Nationalspieler des aktuellen Jahrgangs zusammengezogen sind, im Oberhaus. Zu Beginn der Saison sieht die junge Truppe meist kein Land. Aber der Lerneffekt ist so groß, dass die Mannschaft in der Rückrunde zum ernsthaften Widersacher wird.

Zwei Namen aus dem Evivo-Kader machen das deutlich. Abwehrchef Fabian Kohl hat dem vergangenen VCO-Jahrgang angehört, Kapitän Christian Dünnes kam vor sieben Jahren aus dem Projekt nach Düren. „Das Spiel ist für uns sehr wichtig. Wir wollen unsere geplante Stamm-Sechs weiter einspielen”, betont Anton. Bedarf zum Einspielen gibt es reichlich. Mitteldeutschland hat es gezeigt. „Ich erwarte, dass wir voll durchziehen”, sagt der Trainer. Eine Sache gilt als sicher: Abwehrchef Fabian Kohl wird besser spielen als am Wochenende. Da kämpfte er noch mit den Nachwirkungen eines Margen-Darm-Infekts.

Ein wenig sorgt das erste Spiel vor heimischem Publikum dann doch für Kribbeln innerhalb der Mannschaft. Die Neuzugänge Merten Krüger und Jaromir Zachrich kennen Düren bisher nur als Gegner. Und der Kameruner Olivier Nongny hat die Arena bisher lediglich als riesige Trainingshalle ohne Zuschauer erlebt.

Beim ersten Heimspiel anwesend sein wird auch Peter Borsdorff, der Läufer mit der Spendendose. Über 400000 Euro konnte er schon für behinderte und kranke Kinder sammeln. Beim Spiel am Dienstag ist Borsdorff für den Jungen Urban (8) aus Düren unterwegs.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert