Vom Evivo-Jungspund zum Stammspieler im Mittelblock

Von: Guido Jansen
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Jüngster Spieler bei Evivo: D
Jüngster Spieler bei Evivo: Der 20-jährige Georg Klein. Er ersetzt derzeit den verletzten Stefan Hübner. Foto: Guido Jansen

Düren. Plötzlich ging alles viel schneller als erhofft. Georg Klein, der jüngste Spieler des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren, steht schon jetzt in der Verantwortung.

Nach der schweren Verletzung von Routinier und Leithammel Stefan Hübner nimmt der 20-Jährige die freie Stelle im Mittelblock ein. „Georg ist ohnehin schon sehr weit. Der Rückstand auf die etablierten Spieler ist klein”, hatte Trainer Söhnke Hinz schon vor Wochen über den 20-Jährigen gesagt.

Jetzt hat der Mann aus Leipzig gegen Pokalsieger Generali Haching und am Wochenende gegen Meister VfB Friedrichshafen auf dem Feld gestanden. „Das ist natürlich eine ganz andere Geschichte als das, was ich von früher gewohnt bin”, betonte der jüngste Spieler in einer jungen Mannschaft.

Bisher hat der Blocker beim VC Olympia Berlin gespielt, der Talentschmiede für Junioren-Nationalspieler. Da war die Ausgangslage eine ganz andere. Einen Sieg gegen einen der starken Bundesligisten hat niemand erwartet. Entsprechend weniger aggressiv gingen auch die Top-Spieler aus Friedrichshafen oder Haching zu Werke. „Jetzt weht ein ganz anderer Wind”, hat Klein beobachtet. Dann sieht man sich als Gegner auf einmal einem laut brüllenden Hachinger Blocker Max Günthör oder einem Schlitzohr wie dem VfB-Angreifer Idi gegenüber.

Liebe im Wettkampf behauptet

„Jetzt spiele ich für eine Mannschaft, die auch gegen die Großen gewinnen will. Das ist ein ganz neues Niveau und ich werde hoffentlich schnell lernen”, so der talentierte Blocker, dem Söhnke Hinz, der ihn auch beim VC Olympia schon trainiert hat, den Sprung in die Nationalmannschaft zutraut.

Dass Klein aufgrund der schweren Fußverletzung von Stefan Hübner in die Startaufstellung gerutscht ist, freut den Volleyballer weniger. Schließlich hätte er sich lieber im sportlichen Wettkampf behauptet. Nicht nur deswegen hofft Klein darauf, dass Hübner möglichst schnell wieder zur Mannschaft stößt. „Stefan sorgt dafür, dass das Niveau bei uns sehr hoch ist. Davon profitiere ich natürlich sehr”, so Klein. Zumal er mit ihm und Blocker-Kollege Jaromir Zachrich wieder arbeiten will.

Ungewohnt ist für Georg Klein auch die Ausgangssituation vor dem nächsten Spiel. Am Samstag um 19.30 Uhr empfängt Düren den Angstgegner Netzhoppers Königs Wusterhausen Bestensee in der Arena Kreis Düren. Evivo hat den Druck, gewinnen zu müssen. Nicht nur, damit die Netzhoppers endlich ihren Schrecken verlieren, sondern auch, damit sich die Volleyballer von der Rur möglichst weit oben in der Tabelle einordnen können.

„Für mich ist es neu, dass ich in ein Bundesligaspiel gehe und weiß, dass wir gewinnen müssen”, so Klein. „Aber das ist der nächste Schritt und ich freue mich darauf”, bekundet er, dass der Druck mehr Motivation als Hindernis ist. Der großen Herausforderung halber sei er schließlich im Sommer nach Düren gewechselt. „Das habe ich bisher nicht bereut. Düren ist sportlich genau so, wie ich es mir erhofft habe: professionell und anspruchsvoll.”
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