Whatsapp Freisteller

Viele Fehler in entscheidenden Momenten

Von: Max Eckstein
Letzte Aktualisierung:
vollfo7
Stemmten sich den Angriffen energisch entgegen: Die Aachenerinnen Jana Franziska Poll (von links) und Christina Speer im Duell mit Hamburgs Lousiane Penha Souza. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Platz 8 mit 12:12 Punkten - Alemannia Aachens Bundesliga-Volleyballerinnen sind vor den beiden abschließenden Hinrundenspielen in Sinsheim (Samstag, 12. Februar) und gegen Erfurt (Mittwoch, 16. Februar, 20 Uhr) mehr als im Soll.

Trotz des 1:3 (25:22, 21:25, 20:25, 19:25) gegen den vorderen Tabellennachbarn, das VT Aurubis Hamburg, hat man ein Polster auf die Ränge 12 bis 14, die den Abstieg bedeuten.

Davon ausgenommen ist bekanntlich das sieglose „Schlusslicht” VCO Berlin, also die Nationalmannschaft der Juniorinnen. Und angesichts der bislang in dieser Saison gezeigten Leistungen darf man zuversichtlich sein, dass gegen die direkten Konkurrentinnen im Kampf um den Liga-Verbleib nachgelegt werden kann. Und dann (Samstag, 19, Februar) kommt zum Start in die zweite Serie der VCO...

„Wir waren immer gleichauf mit unseren Gästen und hätten auch gewinnen können”, betonte Diagonalspielerin Jana Franziska Poll selbstbewusst. Und Aachens Beste fügte hinzu: „Leider wurden in den entscheidenden Momenten zu viele Fehler gemacht. Trotz allem hat das Spiel mit einer derart tollen Unterstützung durch die Fans riesigen Spaß gemacht.”

Das galt speziell, weil Stefan Falter seine Schützlinge angesichts diverser misslungener Aufschläge aus der Kritik nahm. „Wenn wir gegen ein Kaliber wie Hamburg eine Chance haben wollen, muss aggressiv aufgeschlagen werden. Das ist meine Philosophie, die mein Team umsetzt”, betonte der Cheftrainer. „Dass dieses Risiko mitunter nicht belohnt wird, ist normal. Außerdem geht das uneingeschränkt auf meine Kappe.”

Im ersten Satz war deutlich geworden, dass sich die Alemannia vor den Hanseatinnen, die immerhin die Play-offs, also mindestens Platz 4, als Saisonziel haben, keineswegs würden verstecken müssen. Man lag zwar mit 6:9 zurück, sorgte aber mit vier gekonnten Aufschlägen der einmal mehr glänzenden Zuspielerin Lucy Wicks für eine Art Vorentscheidung zum 11:9. Nur beim 20:20 ließ Aachen noch einmal einen Gleichstand zu, bevor der dritte Satzball verwertet wurde.

Trotz sehr guter Leistungen von Libera Michaela Balej und Mittelblockerin Christina Speer gab es anschließend jedoch keinen Satzgewinn mehr, was vornehmlich die „Schuld” der überragenden Hamburger Außenangreiferin Lousiane Penha de Souza war.

Was die nur 1,77 Meter große Brasilianerin - vor allem dank ihrer enormen Sprungkraft - zeigte, verdiente das Prädikat Weltklasse. „Wir freuen uns eben, vor einem solchen Publikum spielen zu dürfen”, wollte die 25-Jährige kein Aufhebens um ihre Person.

Hatte Aachen im zweiten Durchgang mit 6:3, nach dem 6:6 aber nicht mehr geführt, gelang im dritten nur zu Beginn ein Zwei-Punkte-Vorsprung. Als aus einem 14:14 ein 14:21 geworden war, ergab man sich zwar nicht in sein Schicksal, kam aber nicht mehr ernsthaft heran. Der vierte Satz war dann noch deutlicher und beim 1: 6, 9:15 und 13:19 vorentschieden.

„Beide Mannschaften bewegten sich auf dem gleichen Niveau und haben ein super anstrengendes Spiel hinter sich”, hatte Hamburgs Kapitänin Imke Wedekind ein dickes Kompliment parat. „Ich habe schon zu Zweitliga-Zeiten hier gespielt. Gestützt auf dieses Wahnsinns-Publikum, hat sich in Aachen viel getan. Darauf kann man stolz sein.”

In die gleiche Kerbe schlug auch Aurubis-Trainer Jean-Pierre Staelens: „Was für ein tolles Publikum! Seit unserem 0:3 im Ligapokal gegen die Alemannia wissen wir, dass der Gegner nicht zu vergleichen ist mit dem Auftreten in der Vorsaison.” Dafür können sich die „ladies in black” zwar nichts kaufen. Als Balsam auf die Wunden können derartige Aussagen aber allemal dienen.

Aachen: Balej, Wicks, Michel, Poll, Speer, Bednarova, Liliom; eingewechselt: Feldmann, Walkenhorst, Wolnizki
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert