Tim Elsner: „Der Christian ist halt ein Ausnahmespieler”

Von: Franz Sistemich
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Düren. Der Blick auf die Tabelle besagt: Ohne diesen 3:2-Sieg über RWE Volleys Berlin hätte sich Volleyball-Bundesligist Evivo Düren den Traum vom vierten Platz mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit abschminken können. So aber liegen Christian Dünnes und seine Mitstreiter als Tabellensechste nur zwei Punkte hinter Bottrop und vier Zähler hinter dem Moerser SC.

Bei einer Niederlage wären es sechs Punkte gegenüber den beiden anderen Westteams gewesen. „Die Saison wäre fast vorbei gewesen”, stellte denn auch Sven Anton, der Trainer, nüchtern fest. Und wie sehr der Spielverlauf auch an den Nerven anderer Evivo-Verantwortlicher zerrte, zeigen Beispiele. Volleyball-Urgestein Goswin Caro verzeifelte fast im zweiten und dritten Satz, die deutlich verloren gingen.

Freudentanz

Und Stefan Hübner, der noch verletzte Mittelblocker, legte nach dem 13. Punkt im Tiebreak einen Freudentanz hin, dass einem angst und bange um sein Knie werden konnte. So ist die Zufriedenheit über die Art und Weise, wie Evivo nach den ernüchternden Sätzen zwei und drei in die Spur zurückfand, verständlich: „Ich bin sehr, sehr froh, dass und wie wir dieses Spiel gewonnen haben. Alles andere wäre ein riesiger Schritt rückwärts gewesen”, freute sich Jaromir Zachrich, der Mittelblocker.

Wie sehr die Niederlage den Bottropern auf das Gemüt geschlagen hatte, war ihnen deutlich anzusehen. Minutenlang saßen oder lagen sie auf Stühlen oder dem Hallenboden. Den Ausgang des vierten Satzes sah Tim Elsner, der frühere Dürener, als entscheidend an: „Unser Pech war, dass der Aufschlag, der uns den 22:22-Ausgleich bringen konnte, ins Netz flog.” Zuvor hatte das Team aus dem Ruhrgebiet eine furiose Aufholjagd gestartet.

Einziger Lapsus

Von 12:20 kämpfte es sich auf 21:22 heran, auch weil Evivo sich im Gefühl des sicheren Satzgewinns Fehler erlaubte. Und als Till Liebers einziger Lapsus im ganzen Spiel zum 21:22 führte, schien die Niederlage nur noch eine Frage von wenigen Ballwechseln zu sein. Doch Bottrops Aufschlag landete im Netz. Und Christian Dünnes schlug im Gegenzug trocken zwei Asse. Tim Elsners Kommentar: „Der Christian ist halt ein Ausnahmespieler.” Der so Gelobte befand: „Beim ersten Aufschlag bin ich volles Risiko gegangen. Und der zweite Aufschlag sollte eigentlich einen halben Meter weiter fliegen.” Zum Glück für Evivo tat er es nicht.

Nun können Dürens Volleyballer mit Beginn der Rückrunde die Jagd auf den vierten Platz starten. Erster Gegner: der CV Mitteldeutschland. Am nächsten Samstag kann Düren in der Arena zugleich Revanche für die Auftaktniederlage nehmen.
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